USA: Keine Gerechtigkeit für irakische Opfer - Urteile für Blackwater-Söldner aufgehoben

USA: Keine Gerechtigkeit für irakische Opfer - Urteile für Blackwater-Söldner aufgehoben
Ein Mann, der angibt durch die Sicherheitsfirma Blackwater verletzt worden zu sein, nimmt an einer Nachrichtenkonferenz zur Klage in den USA gegen Blackwater teil, Bagdad, Irak, 18. Januar 2010.
Am vergangenen Freitag entscheid ein Berufungsgericht in den USA, vier Urteile gegen Blackwater-Söldner wieder aufzuheben, da diese zu hoch seien. Im Jahr 2007 sollen sie für Mord und Totschlag von 14 unbewaffneten Zivilisten verantwortlich gewesen sein.

Vor Gericht wurde entschieden, dass 30 Jahre Haft und eine lebenslange Haftstrafe zu viel seien. Neben den 14 getöteten Menschen, wurden 17 verletzt. 

Zeugen konnten die Angaben der Angeklagten nicht bestätigen, dass es sich um Notwehr gehandelt habe. Am 16. September 2007 schützten die Söldner einen Diplomatenkonvoi. Auf dem Fissur-Platz in Bagdad schossen die vier Angeklagten in die Menschenmenge. Ein Autos, welches sich auf den Konvoi zubewegte, hatten die Blackwater-Mitarbeiter für einen Selbstmordattentäter gehalten. 

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Dem Unternehmen selbst drohen nach wie vor keine Konsequenzen. Aus Image-Gründen hatte sich Blackwater später umbenannt. Die US- Regierung greift bei ihren Auslandsinterventionen auch weiterhin auf private Sicherheitsfirmen zurück. Diese Unternehmen haben alle keine weiße Weste und verdienen sich mit dem Krieg eine goldene Nase.

Das Blackwater-Massaker schädigte das amerikanisch-irakische Verhältnis nachhaltig. Mehr Informationen im Video:

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