Kreml: Trump hat recht - Gefährlicher Tiefstand der Beziehungen zwischen Russland und den USA

Kreml: Trump hat recht - Gefährlicher Tiefstand der Beziehungen zwischen Russland und den USA
Der Kreml stimmt mit der Einschätzung des US-Präsidenten überein, dass sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland auf einem Rekordtief befinden. Auf beiden Seiten versucht man dennoch, Bereiche mit gemeinsamen Interessen zu finden.

Am Freitag teilte der Kreml mit, dass man die Einschätzung teilt, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf einem gefährlichen Tiefstand befinden. Am Donnerstag, als der US-Präsident das Gesetz unterzeichnete, das unter anderem neue Sanktionen gegen Russland vorsieht, schrieb er auf seinem Twitter-Account, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf einem gefährlichem Allzeittief befinden. Er machte den US-Kongress dafür verantwortlich.

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Am Freitag teilte Dmitri Peskow bei einer Pressekonferenz mit, dass dies auch der russischen Sicht entspreche.

Wir stimmen voll mit dieser Einschätzung überein“.

Die Gefahr könne sich aus dem Mangel an Zusammenarbeit und Interaktion ergeben, in Bereichen, die für beide Völker und die Nationen wesentlich sind.

Zusammenarbeit im Interesse vieler Menschen

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag hatte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, betont, die beiden Länder könnten in verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten und das wäre im Interesse vieler Menschen. Sie wurde gebeten, die Aussage des Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew zu kommentieren, dass die Hoffnung auf bessere Beziehungen sich mit den Sanktionen zerschlagen habe.

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Nauert wies darauf hin, dass es immerhin um zweiAtommächte geht. 

Ich denke, dass viele Menschen auf der Welt zustimmen, dass Russland und die Vereinigten Staaten in Bereichen gemeinsamen Interesses zusammenarbeiten sollten. Wenn man sich den Waffenstillstand im Südwesten Syriens ansieht, der mittlerweile in Kraft und schon beinahe einen Monat lang zum größten Teil erfolgreich ist, ist das ein Beispiel für eine gute US-russische Zusammenarbeit.

Sicherlich ist unsere Beziehung auf einem Tiefpunkt, aber wir müssen Bereiche für die gemeinsame Zusammenarbeit finden“, fuhr Nauert fort.

Am Donnerstag gab es ein Telefonat zwischen den Außenministern Sergei Lawrow und Rex Tillerson. Der US-Außenminister hatte bereits geäußert, dass er die Sanktionen für keine gute Idee hielt, ihm aber ebenso wie dem Präsidenten die Hände gebunden seien.

Bei dem Gespräch ging es unter anderem um die koreanische Halbinsel, auch im Hinblick darauf, dass der UNO-Sicherheitsrat sich derzeit mit einer Antwort auf die Raketentests Ende Juli befasst. Sergei Lawrow betonte die Notwendigkeit, dass Konfliktparteien sich zurückhalten und weiter verhandeln.

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Es ging um eine Reihe weiterer internationaler und regionaler Themen sowie die bilateralen Beziehungen. Man wolle sich tiefergehend am Rande des ASEAN-Gipfels in Manila vom 6. bis zum 8. August austauschen.