US-Senatoren starten Initiative zur Disqualifizierung von Russland als Weltcup-Gastgeber 2018

US-Senatoren starten Initiative zur Disqualifizierung von Russland als Weltcup-Gastgeber 2018
Die sich im Bau befindende Volgograd-Arena für die WM-2018, Volgograd, Russland, 21. Juli 2017.
Untersucht werden soll, ob Russland nordkoreanische Arbeiter beim Bau der Fußballstätten für die WM 2018 ausbeutete. Dies fordern acht Senatoren im Zuge der Anti-Russland-Politik. Die Ausbeutung selbst führen die Senatoren auf die Besteuerung zurück. Ein System, welches dem der USA gleicht.

Nach der Unterzeichnung des neuen Sanktionsgesetzes gegen Russland, Iran und Nordkorea erreicht die Anti-Russland-Politik Washingtons den Sport. Russland bereitet sich derzeit auf die Fußballweltmeisterschaft 2018 vor. Die Spiele werden zwischen dem 14. Juni und 15. Juli in elf Städten in Russland ausgetragen. 

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Die Gruppe der acht US-Senatoren, die die Disqualifizierung Russlands fordert, wird von Senator Bob Menendez angeführt. Er ist Mitglied des Senat-Komitees für ausländische Beziehungen. Ein Brief wurde bereits an die FIFA-Organisation mit der Forderung geschickt, zu untersuchen, ob Russland nordkoreanische Arbeiter ausbeutete, um die Spielstätten bauen zu lassen.   

Ein deutscher Fußballfan in Sotschi am 25. Juni 2017.

Aus dem Brief geht hervor, dass die US-Senatoren eine Disqualifizierung Russlands zur Austragung der Weltmeisterschaft 2018 fordern, falls das der Fall sein sollte.

Das norwegische Fußballmagazin "Josimar" berichtete bereits von Nordkoreanern, die in Russland im Bau tätig seien und folgte damit der US-Doktrin gegen Russland. Nordkoreaner, die im Ausland arbeiten, müssen ihr Einkommen der nordkoreanischen Regierung mitteilen. Die Mitteilung und Besteuerung der nordkoreanischen Arbeiter als Ausbeutung zu bezeichnen ist fragwürdig, wenn man das US-amerikanische Steuersystem betrachtet. 

Denn für US-Amerikaner gilt diese Regelung ebenfalls. So ist jeder US-Bürger mit einem Einkommen von über 10.000 US-Dollar dazu verpflichtet, jährlich eine Steuererklärung in den USA abzugeben. Damit sind die USA neben Nordkorea das einzige größere Land, welches seine Bürger dazu verpflichtet, ihr im Ausland erzieltes Einkommen in ihrer Heimat zu besteuern. 

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