Iran bezeichnet die neuen US-Sanktionen als "feindlichen Akt" und will entsprechend reagieren

Iran bezeichnet die neuen US-Sanktionen als "feindlichen Akt" und will entsprechend reagieren
Der iranische Außenminister Mohammad J.Zarif passiert den UN-Generalsekretär Antonio Guterres beim Hauptsitz der UN in New York, USA, 17. Juli 2017.
Am Dienstag beschlossen die Amerikaner mit überwältigender Mehrheit neue Sanktionen gegen Russland, Nordkorea und den Iran. Der Iran teilte am Mittwoch mit, dass es entsprechend auf den feindlichen Akt reagieren werde. Die Sanktionen sollen das Raketenprogramm schädigen.

Als Reaktion auf die neuen US-Sanktionen sagte der stellvertretende Außenminister Abbas Araqchi am Mittwoch, dass sein Land auf die US-Sanktionen reagierten wird. Araqchi bezeichnete die neuen Sanktionen als einen "feindlichen Akt", der eine "definitive Antwort" hervorbrächte. 

Mit überwältigender Mehrheit stimmte das US-Repräsentantenhaus für neue Sanktionen gegen Russland, den Iran und Nordkorea. Europa bereitet Gegenmaßnahmen vor und sieht in den neuen Sanktionen rein wirtschaftliche Interessen der Amerikaner. Die neuen Sanktionen gegen den Iran sollen das Raketenprogramm des Landes treffen. Den neuen Sanktionen eilte ein Gesetzentwurf voraus, der laut Kritikern Trumps Macht beschneide, denn die Außerkraftsetzung von Sanktionen bedarf fortan einer schriftlichen Begründung Trumps beim Kongress und einer anschließenden Abstimmung durch die Abgeordneten binnen 30 Tagen. Noch fehlt die Zustimmung der zweiten Kammer des Kongresses. Die bereits in Kraft getretenen Sanktionen gegen Russland sollen ausgeweitet werden. 

Wladimir Putin und Donald Trump während des G20-Gipfels in Hamburg, Deutschland, 7. Juli 2017.

Die neuen Sanktionen werden die Vorteile aus dem Nuklearabkommen für die Iraner schmähen. Während seines Wahlkampfes hatte Trump erklärt das Nuklearabkommen aufzukündigen. Auf welche Art der Iran auf die neuen Sanktionen reagieren wird, teilte Araqchi nicht mit. Von Trump ging ebenfalls eine separate Warnung aus, dem Nuklearabkommen Folge zu leisten, sonst bekäme der Iran große Probleme. Der Iran gilt unter der Regierung Trumps als ein Terror-Unterstützer.

Gestern feuerte eine amerikanisches Patrouillenschiff mehrere Warnschüsse vor den Bug eines iranisches Bootes im Persischen Golf. Laut einem Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums hatte sich das iranische Boot bis auf rund 140 Meter dem Patrouillenschiff „USS Thunderbolt“ genähert und die Warnungen ignoriert. Bei dem Boot soll es sich um eines der iranischen Revolutionsgarden handeln. Die US-Marine hat am Dienstagnachmittag ein Video des Vorfalls veröffentlicht. 

Die Iranischen Revolutionsgarden stellen Vorfall jedoch anders dar. Demnach habe sich das US-Schiff auf das iranische Schiff zubewegt und zweimal das Feuer eröffnet. Der Vorfall wurde vom Iran als „unprofessionelles und provokatives Verhalten“ verurteilt.

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