Al-Maliki: Iraker wollen keine US-Basen - die Amerikaner sollen gehen

Al-Maliki: Iraker wollen keine US-Basen - die Amerikaner sollen gehen
Der ehemalige Premier-Minister des Irak, Nuri al-Maliki, hier bei einem Interview mit Reuters in Bagdad, 12. Januar 2014.
Der ehemalige irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki sagt, es liege nicht im Interesse der USA, im Irak Militärbasen zu errichten. Die irakische Gesellschaft sei gegen diese Basen. Die Amerikaner seien als Invasoren gekommen und würden als Invasoren wieder gehen.

Auch der Sieg über den IS in Mossul sei, anders als von Washington behauptet, nicht das Werk der US-Koalition, sondern der irakischen Armee. Überdies trage die Obama-Regierung den Großteil der Verantwortung für die Entstehung des IS. Dieser sei den afghanischen Taliban ähnlich, die eigens für den Kampf gegen die Sowjetunion von den USA geschaffen wurden.

Die russische Beteiligung am Kampf gegen Terrorgruppen in Syrien sieht Maliki hingegen positiv. Ohne diese Intervention hätten die Terroristen Aufwind gehabt und auch Bagdad wäre gefallen.

Professor Sayed Mohammad Marandi von der Universität Teheran erkennt Ähnlichkeiten bei den Folgen der russischen und amerikanischen Bombardements. Die jeweilige Berichterstattung in den Westmedien unterscheide sich jedoch erheblich.