Chinas modernster Zerstörer nimmt an gemeinsamen Übungen mit Russland in Ostsee teil

Chinas modernster Zerstörer nimmt an gemeinsamen Übungen mit Russland in Ostsee teil
Russland und China werden diese Woche die erste Etappe ihres Marine-Manövers "Joint Sea 2017" an der Ostseeküste bestreiten. Das teilte Russlands Verteidigungsministerium mit. Peking hat einen seiner fortschrittlichsten Raketen-Zerstörer zur Übung entsandt.

An der baltischen Phase der Übung, die am Freitag beginnt, werden etwa ein Dutzend Kriegsschiffe und zusätzlich militärische Flugzeuge und Hubschrauber beider Seiten teilnehmen, teilte das russische Verteidigungsministerium in einer Erklärung mit. Weiter heißt es in dem Dokument:

Die Hauptziele der Übungen sind: die Effizienz in der Zusammenarbeit zwischen den beiden Flotten zu erhöhen, um den Sicherheitsbedrohungen auf See entgegenzuwirken, die Kompatibilität der Besatzungen der russischen und chinesischen Kriegsschiffe weiter zu verbessern sowie die Freundschaft und die Zusammenarbeit zwischen der russischen Marine und den Seestreitkräften der chinesischen Volksbefreiungsarmee zu stärken.

Für die Ankunft der chinesischen Seestreitkräfte ist am 21. Juli auf der Marinebasis von Baltijsk in der russischen Region Kaliningrad eine offizielle Begrüßungszeremonie geplant. Die aktive Phase des Marine-Manövers in der Ostsee findet vom 24. bis 27. Juli statt.

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Zuvor berichteten chinesische Medien, dass Peking auch einen seiner modernsten Zerstörer verlegt hat. Das Kriegsschiff wird von der Raketenfregatte Yuncheng und dem Versorgungsschiff Luoma begleitet.

In der vergangenen Woche hatte die chinesische Flotte als Feuerprobe ein Training im Mittelmeer durchgeführt.

Nach dem Abschluss der ersten Phase des Manövers in der Ostsee wird sich die chinesische Marine im September an der zweiten Phase der russisch-chinesischen Übungen im Japanischen Meer und Ochotskischen Meer beteiligen.

Die Flotten Chinas und Russlands halten seit 2012 gemeinsame Seemanöver ab. Im vergangenen Jahr fand die aktive Phase der Übungen im Südchinesischen Meer statt, das als eine der spannungsreichsten und am meisten umstrittenen Regionen der Welt gilt.