Chef von Qatar Airways bezeichnet Stewardessen der Konkurrenz als "Großmütter"

Chef von Qatar Airways bezeichnet Stewardessen der Konkurrenz als "Großmütter"
Fliegt nicht gerne mit US-Airlines und mag keine Großmütter: Der CEO von Qatar Airlines Akbar al-Baker.
Der Chef von Qatar Airways schein sehr stolz darauf zu sein, dass seine Flugcrew ein Durchschnittsalter von nur 26 Jahren hat. Es lohne sich nicht, mit US-Airlines zu fliegen, da diese "Mist" seien. Dabei hat Qatar Airlines im Augenblick ganz andere Probleme.

Der CEO von Qatar Akbar al-Baker hat sich während einer Rede in Dublin über seine US-amerikanische Konkurrenz lustig gemacht. Allerdings mit sexistischen Untertönen. Der 55-jährige Manager aus Doha in Katar sprach davon, dass es sich nicht lohne, mit einer US-amerikanischen Airline zu fliegen, da diese "Crap" seien. Auf deutsch beutet "Crap" das soviel wie "Mist."

Zudem werde man dabei auch noch von "Großmüttern" bedient. damit noch nicht genug, verwies al-Baker auch noch auf das niedrige Durchschnittsalter seiner Kabinencrew. Das Durchschnittsalter bei Qatar Airways betrage nur 26 Jahre, so al-Baker. Als erster berichtete "The Economist" über den Auftritt des Managers in Dublin. Zudem gibt es ein kurzes Video, das die Äußerungen über die Konkurrenz festgehalten hat.

Die Arbeitsverträge für junge Frauen bei Qatar-Airways sollen ihnen eine Heirat und auch eine Schwangerschaft untersagen, berichtet "The Economist." Zudem dürften sie sich nicht von Männern zur Arbeit bringen lassen, die nicht zur Familie gehören. Die internationale Arbeitsrechts-Organisation ILO hatte sich besorgt über die Behandlung von Frauen bei der Airline gezeigt. Doch für al-Baker ist dies offenbar nur ein Ärgernis. soll

Mich interessiert die ILO nicht [...] Ich muss eine erfolgreiche Airline führen

so die Reaktion von al-Baker laut "The Economist." Dabei hat die Airline zur Zeit noch ganz andere Probleme. Die diplomatische Krise am Persischen Golf bringt Unruhe in den internationalen Luftverkehr. Das vom Chef des Weltluftfahrtverbands IATA, Alexandre de Juniac, gepriesene "Geschäft der Freiheit" läuft mindestens für Qatar Airways nicht mehr rund, seitdem die arabischen Nachbarn den schwerreiche Golfstaat erneut der Terror-Unterstützung bezichtigen.

Katar ist wegen seiner starken internationalen Verflechtungen auf einen funktionierenden Waren- und Personenverkehr angewiesen und hat dafür die Airline Qatar Airways gegründet. Sie könnte ernsthaft in Schlingern geraten.

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