Vatikan: Polizei stürmt wilde Drogen-Schwulen-Orgie in einer Kardinalswohnung

Vatikan: Polizei stürmt wilde Drogen-Schwulen-Orgie in einer Kardinalswohnung
Der Vatikan kommt zurzeit nicht zur Ruhe. Neben einem jüngst ruchbar gewordenen Skandal um sexuellen Missbrauch sorgt jetzt auch eine wilde Drogenparty in einer Kardinalswohnung für Schlagzeilen.
Die Polizei des Vatikans hat offenbar die Wohnung eines Kardinals gestürmt, in der eine homosexuelle Orgie stattfand, die auch Drogenkonsum beinhaltete. Mieter der Wohnung soll ein Priester sein, der in Diensten des Kardinals Francesco Coccopalmerio steht.

Wie die italienische Tageszeitung Il Fatto Quotidiano schon am 28. Juni berichtete, soll die Polizei eine Priesterwohnung gestürmt haben. In dieser habe eine Zusammenkunft stattgefunden, bei der es zu umfangreichen homosexuellen Handlungen gekommen sei. Während der Orgie sollen auch Drogen konsumiert worden sein. Die Wohnung liegt in einem Palastkomplex, in dem früher die Kongregation für die Glaubenslehre beheimatet war. Unter anderem beherbergte der Komplex seinerzeit auch den ehemaligen Kardinal Joseph Ratzinger, den späteren Papst Benedikt XVI. Die Wohnung soll an einen Priester vermietet sein, der als Sekretär für den Kardinal Francesco Coccopalmerio tätig ist.

Coccopalmerio ist Leiter des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte und ein persönlicher Berater des Papstes. Offenbar wurden Nachbarn misstrauisch und beschwerten sich über das "irreguläre Verhalten" in der Wohnung ein- und ausgehender Personen. Die eintreffenden Polizeibeamten verhafteten und verhörten den Priester. Papst Franziskus soll alles andere als amüsiert über den Vorfall sein. Insider aus dem Vatikan erklärten, dass der Papst die Versetzung des Kardinals Francesco Coccopalmerio in den vorzeitigen Ruhestand plane. Der jüngste Zwischenfall kommt zu einem für den Papst denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

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Erst am Donnerstag der Vorwoche musste sich der australische Kardinal Pell nach Kindesmissbrauchs-Vorwürfen beurlauben lassen. Ihn erwarten Ermittlungen in seinem Heimatland. Zudem hatte Franziskus den Präfekten der Glaubenskongregation, den Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller, seines Amtes enthoben. Müller wird als eine Art Gralshüter der katholischen Tradition gesehen und steht wie der Vorgänger von Franziskus, der deutsche Papst Benedikt XVI., für eine konservative Linie. 

Zudem war Müller als Präfekt der Glaubenskongregation auch dafür zuständig, Missbrauchsfälle aufzuklären. Doch Müller spielte die Dimension des Skandals herunter. Es habe sich nur um Einzelfälle gehandelt, nicht um ein systematisches Versagen der Kirche, meinte er. Er beklagte eine "Pogromstimmung" gegen die Kirche. Das sieht Papst Franziskus offenbar anders.

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