WikiLeaks enthüllt CIA-Projekt zur Lokalisierung von Computern mithilfe von Wifi-Geräten

WikiLeaks enthüllt CIA-Projekt zur Lokalisierung von Computern mithilfe von Wifi-Geräten
Ein Flüchtling unter einem Wifi-Hot-Spot in Adasevci, Serbien, 11. Februar 2016.
Am Mittwoch veröffentlichte die Enthüllungsplattform WikiLeaks Dokumente des geheimen CIA-Projekts "Elsa". Dieses dient der globalen Datensammlung. Ziel ist, die Geräte genau zu lokalisieren und ein exaktes Tracking-Profil zu erstellen.

Im Rahmen seiner so genannten Vault7-Reihe veröffentlichte die Whistleblower-Plattform am Mittwoch erneut geheime Software des amerikanischen Geheimdienstes CIA. ELSA ist ein Schadprogramm zur Geo-Lokalisierung für technische Geräte, die über einen Wifi-Zugang verfügen. Zu diesen zählen etwa Laptops, die mit Microsoft Windows operieren.

Ist es erst einmal gelungen, das Schadprogramm auf einem Wifi-Gerät zu installieren, ist dieses nur schwer wieder zu löschen. Es scannt die Wifi-Zugangspunkte, sammelt Informationen über das ESS (Extended Service Set), auch als Infrastruktur-Netzwerk bekannt, sowie MAC-Adressen und Signalstärken in wiederkehrenden Intervallen. 

Aber das Gerät muss nicht immer online sein, um die Daten abschöpfen zu können. Es muss nur über einen WIFI-Zugang verfügen. Sobald es wieder mit dem Internet verbunden ist, greift Elsa auf die öffentlichen Geo-Lokalisierungs-Datenbanken von Google und Microsoft zurück, um die Position des Geräts zu bestimmen. Die Daten werden verschlüsselt auf dem Gerät selbst gespeichert, um bei Bedarf darauf zurückgreifen zu können. 

Das Schadprogramm übermittelt die Daten nicht selbst an die CIA. Die Bedienungsperson vonseiten der CIA muss die Daten von dem Gerät übermitteln. Dies ist durch andere Softwarewerkzeuge des amerikanischen Geheimdienstes möglich. ELSA ermöglicht ein genaues Tracking-Profil der privaten Nutzer. 

Wikileaks begann Anfang März 2017 damit, regelmäßig geheime Hacker-Protokolle der CIA zu veröffentlichen. Inzwischen handelt es sich mit ELSA bereits um die dreizehnte Veröffentlichung extrem aufwändiger Softwareprodukte, welche die CIA teilweise in Zusammenarbeit mit zivilen Institutionen entwickelt hatte. 

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