Umflug nicht mehr nötig - Türkei lässt russisches Militärflugzeug aus Syrien durch

Umflug nicht mehr nötig - Türkei lässt russisches Militärflugzeug aus Syrien durch
Iljuschin Il-62M mit der Registrierungsnummer RA-86539
Private Luftfahrtkontrollsysteme haben eine Maschine des russischen Verteidigungsministeriums über dem türkischen Territorium registriert. Dies wohl zum ersten Mal seit dem Abschuss eines russischen Kampfjets 2015. RT Deutsch fasst Luftfahrtdaten zusammen, die von dem Tauwetter zwischen Moskau und Ankara zeugen.

Den Angaben des Online-Dienstes zur Echtzeit-Positionsdarstellung von Flugzeugen Flightradar24 zufolge ist eine russische Maschine am 26. und 27. Juni durch den türkischen Luftraum geflogen. Dabei handelt es sich um das Langstrecken-Verkehrsflugzeug vom Typ Iljuschin Il-62M mit der Registrierungsnummer RA-86539. Laut den Planespotting-Datenbanken wird sie vom russischen Verteidigungsministerium betrieben und für die Beförderung von hochrangigen Beamten genutzt.

Am 26. Juni passierte die Iljuschin die Route vom russischen Militärflugplatz Tschkalowski im Moskauer Gebiet durch den türkischen Luftraum zur syrischen Stadt Latakia, wo der russische Luftwaffenstützpunkt Hmeimim liegt. Von dort aus absolviert Moskau seine Anti-Terror-Lufteinsätze gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat". Am 27. Juni legte die Maschine denselben Weg zurück.

Route am 27. Juni 2017

Die Planespotter weisen darauf hin, dass dies eine ungewöhnliche Route ist im Vergleich zu der, die sich nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets im November 2015 durch die Türkei etabliert hat, und zwar über dem Kaspischen Meer, wenn das von Ankara kontrollierte Territorium umgeflogen wird.

Unterschrift auf dem Screenshot: "Gewöhnlich fliegt man so"

Die Angaben der Planespotter ergänzt die Tatsache, dass in Hmeimim zu dieser Zeit der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Waleri Gerassimow, weilte. Er empfing dort den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Waleri Gerassimow, rechts von dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad

Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Waleri Gerassimow, rechts von dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad
Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Waleri Gerassimow, rechts von dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad

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