Grüne Uniformen für afghanische Wüste: USA verschwenden 28 Millionen Dollar

Grüne Uniformen für afghanische Wüste: USA verschwenden 28 Millionen Dollar
Eine afghanische Spezialeinheit in Grün während einer Übung.
Die US-Regierung hat im vergangenen Jahrzehnt viel Geld für grüne Tarnkleidung afghanischer Soldaten verschwendet. Die Armee operiert überwiegend in Wüstenregionen. Afghanistan hat nur knapp 2,1 Prozent Waldanteil. In Zukunft soll Alternativen geprüft werden.

Wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Spezialinspekteure des US-Senats für den Wiederaufbau in Afghanistan (SIGAR) hervorgeht, kaufte das US-Verteidigungsministerium die Uniformen für die afghanischen Soldaten.

Wie SIGAR-Chef John Sopko der „USA Today“ sagte, hatte der afghanische Verteidigungsminister das grüne Tarnmuster von einem privaten Anbieter ausgesucht. Vorliegende Muster der US-Armee hatten das Nachsehen. So seien die Mehrkosten entstanden.

Nach dem SIGAR-Bericht könnten die falschen Farben die Soldaten in Afghanistan bei ihren Einsätzen gefährden, da sie ein klar erkennbares Ziel für den Feind darstellten. Afghanistan hat nur knapp 2,1 Prozent Waldanteil. Das Pentagon kündigte an, in Zukunft Alternativen zu prüfen.

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Sopko kritisierte die Pentagon-Führung scharf. Sie habe sich blind auf die Auswahl des afghanischen Verteidigungsministers verlassen.

"Was passiert wäre, wenn dem Verteidigungsminister lila oder pink gefallen hätte, besorgt mich", sagte Sopko gegenüber "USA Today".

"Kaufen wir dann pinke Uniformen für die Soldaten und stellen uns dazu keine Fragen?"

Bereits in der Vergangenheit hatte Sopko die Verteidigungsausgaben für Afghanistan bemängelt. Er sprach Ende 2015 in diesem Zusammenhang von Steuerverschwendung im dreistelligen Millionenbereich.

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