Russland kündigt Aufhebung der bilateralen Konsultationen mit den USA an

Russland kündigt Aufhebung der bilateralen Konsultationen mit den USA an
Der stellvertretende russische Außenminister Ryabkow äußerte sich zu den im Juni erneut von den USA erhobenen Sanktionen
Russland hat den bilateralen Dialog mit den Vereinigten Staaten zu bestehenden Problemen in den Beziehungen ausgesetzt. Dies teilte am Mittwoch der stellvertretende russische Außenminister, Sergej Rjabkow, mit. Die derzeitige Politik der USA sei nicht zielführend.

Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Russischen Föderation kündige am Mittwoch die Aufhebung der bilateralen Konsultationen mit den Vereinigten Staaten über die Beziehungen an, nachdem die USA am Vortag Sanktionen gegen Russland ausgeweitet haben.

Der stellvertretende Außenminister Russlands Sergej Rjabkow sagte, dass Russland in den geplanten russisch-amerikanischen Konsultationen über die Ebene der stellvertretenden Außenminister nicht teilnehmen würde, die für diesen Monat geplant waren.

Für den 23. Juni war ein Treffen zwischen Rjabkow und dem US-Vize-Außenminister Thomas Shannon in Sankt Petersburg vorgesehen. Die erneuten Sanktionen bezeichnete Ryabkow in einer Stellungnahme auf der Webseite des Ministeriums als „ein politisches Geschenk“ an den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, der US-Präsident Donald Trump besuchte. 

Bekanntlich war in den kommenden Tagen eine Fortsetzung der bilateralen Beratungen zu den angehäuften ,Störfaktoren‘ in den russisch-amerikanischen Beziehungen und zur Suche nach Auswegen aus einer äußert komplizierten Lage geplant, in die die US-Seite die Partnerschaft mit Russland getrieben hat“, hieß es in der Erklärung auf der Webseite des russischen Außenministeriums.

Eine derartige Politik würde die „Partei des Krieges“ in Kiew nur anspornen, welche die friedliche Beilegung der Krise im Donbass zu stören versucht. Ryabkow bezeichnete es als besorgniserregend, dass die Trump-Administration eine Politik fortführe, welche bereits während der Obama-Regierung zum Scheitern der Beziehungen zwischen Russland und den USA führte. Ein Treffen sei unter diesen Bedingungen nicht zielführend.

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Das amerikanische Außenministerium kommentierte die Absage. Laut seiner Sprecherin Heather Nauert bedauren die USA, dass Russland auf die „Möglichkeit verzichtet hat, Probleme zu besprechen, die den Beziehungen zwischen den USA und Russland im Wege stehen“.

 

 

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