Al-Nuri-Moschee in Mossul gesprengt

Al-Nuri-Moschee in Mossul gesprengt
Al-Hadba-Minarett an der Großen Moschee , gesehen durch ein Fenster in der Altstadt von Mossul, Anfang Juni 2017
Nach Angaben des irakischen Militärs habe am Mittwoch der sogenannte islamische Staat die ikonische al-Nuri-Moschee in Mossul, Irak, gesprengt. Gleichzeitig behauptet der IS, dass die USA die symbolträchtige Moschee zerstört habe. Zunächst blieb unklar, wie sehr die Moschee durch die Explosion in Mitleidenschaft gezogen wurde

Der sogenannte islamische Staat habe am Mittwoch die ikonische al-Nuri-Moschee in Mossul, Irak, gesprengt, berichteten Nachrichtenagenturen mit Berufung auf das irakische Militär.

Die historische Moschee in der Altstadt Mossuls war besonders berühmt für ihr schiefes Minarett. Vor drei Jahren hatte IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi das islamische Kalifat in der Moschee ausgerufen, wodurch dem Gebetshaus immense symbolische Bedeutung zukam.

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Der Nachrichtenkanal der IS, Amak, verkündete derweil, die Zerstörung der Moschee sei auf einen Angriff der US-Truppen zurückzuführen.

Die Meldung kam am Mittwoch, nachdem staatlichen Medien zufolge irakische Truppen in der IS-Hochburg Mossul weiter gegen die Terrormiliz Islamischer Staat vorgerückt sind. Einen halben Kilometer seien sie in das verbliebene Viertel der Dschihadisten in der Altstadt Mossuls eingedrungen.

Die vollständige Einnahme der Großstadt sei nicht mehr fern, hatte ein Militärsprecher gesagt. Die Soldaten seien mit mindestens zwei Luftangriffen unterstützt worden. Wenigstens 13 IS-Mitglieder seien getötet worden. Demnach rückten die Streitkräfte auch näher an die Große Mosche von A-Nuri heran. Das Gotteshaus hat eine große symbolische Bedeutung, weil IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi sich dort das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt hatte.

Die US-gestützte Offensive zur Rückeroberung der wichtigsten Stadt im Irak begann vor über 8 Monaten. Übrig geblieben ist davon nur noch ein wenige Hundert Meter großes Gebiet im Zentrum der Stadt. Anfang dieser Woche drängten irakische Streitkräfte in die Altstadt. Rund 100.000 Zivilisten sind nach der Schätzung der UNO immer noch in der Gegend gefangen.