Syrien: Kein Unfall - Syrischer Kampfjet von US-Koalition abgeschossen

Syrien: Kein Unfall - Syrischer Kampfjet von US-Koalition abgeschossen
Der Kampfjet der syrischen Luftstreitkräfte MIG 21 startet seinen Einsatz am 8. April 2017 von der Luftwaffenbasis Schairat. Am 7. April wurde sie mit US-amerikanischen Tomahawk-Raketen beschossen.
Die US-geführte Koalition hat im Süden Syriens einen Kampfjet der Syrisch Arabischen Armee abgeschossen. Der Pilot des Flugzeugs des Typs Su-22 wird vermisst. Die syrische Armee sowie die US-geführte Anti-IS-Koalition bestätigten den Abschuss.

Der Kampfjet führte laut syrischen Aussagen Operationen gegen den "Islamischen Staat" im Landgebiet um Rakka durch, als er abgeschossen wurde. „Dieser Angriff erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem die Syrisch Arabische Armee und ihre Verbündeten im Kampf gegen IS-Terroristen vorankommen, und diese in der syrischen Wüste mehrfach besiegt wurden“, heißt es in der Erklärung.

Es scheint, als dienen solche Angriffe Versuchen, den Kampf der syrischen Streitkräfte gegen den Terrorismus zu schwächen, aber sie [syrische Streitkräfte] werden sich in ihrem Kampf für Stabilität und Sicherheit in Syrien nicht abschrecken lassen.“

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Die US-Koalition wiederum behauptet, dass der Kampfjet Stellungen der kurdischen US-Verbündeten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) angegriffen habe, weshalb ein US-amerikanisches, zweistrahliges Mehrzweckkampfflugzeug des Typs F/A-18E zum Abschuss des syrischen Kampfjets beordert wurde.

Um 18:43 Uhr hat ein SU-22 Bomber des syrischen Regimes Bomben in der Nähe von SDF-Kämpfern südlich von Tabqah abgeworfen und wurde in Übereinstimmung mit den Regeln des Engagements und der kollektiven Selbstverteidigung der Koalitionspartnerkräfte sofort von einer US F/A-18E Super Hornet abgeschossen“, so die US-geführte Koalition.

Weiter heißt es, dass ihre Mission darin bestehe, den IS im Irak und in Syrien zu besiegen, und dass die Koalition nicht versuche, „gegen das syrische Regime, die russischen oder Pro-Regierungskräfte zu kämpfen, aber man werde nicht zögern, die Koalition oder Partnerkräfte vor jeder Bedrohung zu verteidigen“. Die US-Koalition habe sich außerdem mit Russland in Verbindung gesetzt, um eine mögliche Eskalation zu vermeiden. 

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Es ist nicht das erste Mal, dass die US-geführte Intervention in Syrien sich gegen Regierungskräfte richtet. Im September 2016 beispielsweise tötete ein Luftangriff der Koalition über 60 syrische Soldaten, oder auch im April diesen Jahres orderte US-Präsident Donald Trump einen Angriff mit Tomahawk-Raketen auf die Shayrat-Luftwaffenbasis der syrischen Armee für den angeblichen Einsatz von chemischen Waffen durch die syrische Regierung, obwohl es keine unabhängige Untersuchung dazu gab, die dafür Beweise liefern könnte. Auch im Mai gab es Angriffe der Koalition gegen Regierungskräfte.

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