„Ich kenne da so einen russischen Kerl“ – Australischer Premier Turnbull parodiert Trump

„Ich kenne da so einen russischen Kerl“ – Australischer Premier Turnbull parodiert Trump
Das Verhältnis zwischen Donald Trump (links) und dem australischen Premier Malcolm Turnbull (rechts) scheint nicht einfach zu sein. Während eines ersten Telefonat zwischen den beiden soll der US-Präsident gesagt haben "Das ist bei weitem der schlimmste Anruf von allen."
Das ihn Komiker mit Häme überziehen, ist US-Präsident Donald Trump mittlerweile gewohnt. Das Netz ist voller Parodien und satirischen Beiträgen. Doch nun wurde auch der australische Premierminister Malcolm Turnbull "dabei erwischt", wie er sich über Trump lustig macht.

Australiens konservativer Premierminister Malcolm Turnbull hat sich in einer Parodie über US-Präsident Donald Trump lustig gemacht. In einer Rede, deren Wortlaut gegen die eigentlichen Absprachen an die Öffentlichkeit gelangte, sagte der 62-Jährige über sein erstes Treffen mit Trump:

Es war so schön. Es war die schönste Entspannungsmaßnahme, die ich je hatte.

Trump hatte das erste persönliche Treffen nach einem ersten, sehr unfreundlichen Telefonat verschoben. Dann blieb es verhältnismäßig kurz. Turnbull machte bei dem Auftritt am Mittwochabend in Canberra dann weiter im Stil, der eigentlich dem US-Präsidenten zu eigen ist.

Der Donald und ich, wir gewinnen und gewinnen die Umfragen. Wir gewinnen so viel. Wir gewinnen, wie wir nie zuvor gewonnen haben.

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In Wahrheit rutschte Turnbull in Umfragen zu seiner Beliebtheit ziemlich ab. Der Premierminister fuhr dann fort, mit Blick auf Trumps vermeintliche Russland-Kontakte und dessen regelmäßige Klagen über Fake News:

Wir gewinnen nicht nur die Fake Polls (gefälschte Umfragen). Wir gewinnen auch die echten, wie die Online-Umfragen. Die sind so einfach zu gewinnen. Ich weiß das. Ich kenne da so einen russischen Kerl. Glaubt mir: Es stimmt.

Der australische Premierminister hielt seine Rede bei einer Gala, bei der auch viele Journalisten waren. Nach den vereinbarten Regularien hätte darüber nicht berichtet werden dürfen. Eine Journalistin, die an der Gala selbst nicht teilnahm, besorgte sich dann aber einen Mitschnitt.

(rt deutsch/dpa)