USA veröffentlichen Warnung vor nordkoreanischen Cyberangriffen

USA veröffentlichen Warnung vor nordkoreanischen Cyberangriffen
Der nordkoreanische Präsident Kim Jong-un bei einer Besichtigung des Sci-Tech Komplexes in Pjöngjang, Nordkorea, 28. Oktober 2015.
Die USA warnen davor, dass Nordkorea Cyberangriffe gegen finanzielle Institutionen und Institutionen der Infrastruktur weltweit ins Visier genommen hätte. Seit dem Jahr 2015 hätten sich so die Nordkoreaner auf illegalem Weg finanzielle Mittel angeeignet.

Das Ministerium für Heimatschutz und das FBI sagten in einem Statement am Dienstag, dass "Cyber-Agenten der nordkoreanischen Regierung" seit dem Jahr 2009 weltweite finanzielle Institutionen angegriffen hätten. Das Ziel der Cyberangriffe sei es, dem nordkoreanischen Militär Vorteile zu verschaffen. Sie rieten ausländischen Organisationen, ihre Software zu aktualisieren und sich so vor den Angriffen der Nordkoreaner zu schützen. 

Die nordkoreanische Hacker-Gruppe wird als "Lazarus" und von den USA als "Versteckte Kobra" bezeichnet. Die nordkoreanischen Hacker sollen sich seit 2015 in mehr als 30 Ländern große monetäre Beträge angeeignet haben. Auch der Angriff von "Wanna Cry" wurde schnell den Nordkoreanern und Russland nachgesagt. Aber Experten hatten eingeschätzt gegeben, dass dahinter eher Amateure stecken. "Wanna Cry" betraf 150 Länder.

Die Schadsoftware verschlüsselte Daten und forderte Lösegeldzahlungen, um diese wieder freizuschalten. Zu den Opfern zählten in Großbritannien unter anderem mehrere Krankenhäuser, in Deutschland waren laut Berliner Staatsanwaltschaft unter anderem 450 Rechner der Deutschen Bahn zur Zielscheibe geworden. China zählte rund 30.000 Opfer und rund 200.000 angegriffene Computer.

Die USA unterhalten mit der NSA und anderen Diensten die weltweit größten Infrastrukturen, um Operationen im Internet durchzuführen. Die amerikanischen Dienste kooperieren eng mit den großen Firmen Apple, Microsoft und dem Netzwerkanbieter Cisco. Bei den staatlichen Hacks handelt es sich auch um so genannten aktive Operationen, also Hacker-Attacken. Typischerweise verwischen private oder staatliche Hacker dabei ihre digitalen Spuren, etwa indem sie über Server in fremden Ländern operieren.

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