Frankreich: Macron-Lager gewinnt erste Runde der Parlamentswahl

Frankreich: Macron-Lager gewinnt erste Runde der Parlamentswahl
Könnte in der zweiten Runde mit seiner Bewegung En Marche auf eine absolute Mehrheit kommen: Präsident Emmanuel Macron.
Neuer Erfolg für Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron. Bei der Parlamentswahl in Frankreich geht seine La République en Marche (LREM) in Führung - und hat nun beste Chancen, in der zweiten Runde auf eine große Mehrheit in der Nationalversammlung zu kommen.

Das Lager des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron hat die erste Runde der Parlamentswahl klar gewonnen. Nach ersten Hochrechnungen kamen seine Partei La République en Marche und ihre Verbündeten am Sonntag auf 32,2 bis 32,9 Prozent der Stimmen. Damit können sie im zweiten Wahlgang am kommenden Wochenende laut Meinungsforschern auf mindestens 390 der 577 Sitze in der Nationalversammlung hoffen. Das wäre eine deutliche absolute Mehrheit.

Damit bekäme der sozialliberale Staatschef klaren Rückhalt für sein Reformprogramm. Ein Dämpfer ist allerdings die historisch schwache Wahlbeteiligung: Laut Hochrechnungen ging nur jeder zweite Wahlberechtigte zur Abstimmung.

Die Konservativen kommen mit zur Zeit 21 bis 22 Prozent auf Platz zwei. Der Front National liegt bei 14 und La Françe insoumise etwa bei 11 bis 12 Prozent. Die Sozialisten von Macrons Amtsvorgänger François Hollande, die bislang in der Nationalversammlung den Ton angaben, erleben ein Wahldesaster und stürzen auf ungefähr 10 Prozent ab. Laut dem Institut Kantar Public-Onepoint sogar auf 7,8 Prozent. Macron hat seine erst vor gut einem Jahr gegründete Partei "weder rechts noch links" positioniert und eine Regierung mit Politikern aus mehreren Lagern ernannt.

Sollte sich der Erfolg in der zweiten Runde bestätigen, kann Macron mit einer absoluten Mehrheit rechnen:

In den meisten der 577 Wahlkreise dürfte die Entscheidung erst in Stichwahlen am kommenden Sonntag fallen. Um bereits im ersten Wahlgang gewählt zu werden, braucht ein Kandidat eine absolute Mehrheit in seinem Wahlkreis. Das schaffen nur die wenigsten.

(rt deutsch/dpa)

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