Russlands Außenminister Sergei Lawrow: "Die Situation um Katar ist besorgniserregend"

Russlands Außenminister Sergei Lawrow: "Die Situation um Katar ist besorgniserregend"
Russlands Außenminister Sergei Lawrow: "Die Situation um Katar ist besorgniserregend"
Am Samstag hat Russlands Außenminister Sergei Lawrow mit seinem katarischen Amtskollegen Mohammed bin Abdulrahman Al Thani verhandelt. Das Treffen fand vor dem Hintergrund der akuten diplomatischen Krise im Nahen Osten statt.

Russlands Chefdiplomat plädierte bei den Verhandlungen mit seinem katarischen Amtskollegen am Samstag dafür, dass alle Widersprüche ausschließlich am Verhandlungstisch mittels eines gegenseitig respektvollen und gleichberechtigten Dialogs gelöst würden. Denn eine unmittelbare Konversation ermögliche es den Parteien, ihre Sorgen besser zu verstehen und die Transparenz in allen Fragen zu gewährleisten. Sergei Lawrow versicherte Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, dass Russland den Dialog mit Katar zu allen Themen fortsetzen werde, die von beiderseitigem Interesse seien.

Natürlich gehört zu diesen Fragen auch die neueste abrupte Verschärfung der Situation in der arabischen Welt. Die Nachricht über diese Verschärfung und über die getroffene Entscheidung mancher arabischen Staaten, ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abzubrechen, haben wir mit Besorgnis empfunden", sagte Sergei Lawrow.

Gleichzeitig betonte der russische Außenminister, dass die Hauptgefahr für die Golfstaaten der Terrorismus sei. Moskau sei der Ansicht, dass sich die Länder der Region, aber auch internationale Akteure vereinigten sollten, um dieses Übel effizient bekämpfen zu können.

Mohammed bin Abdulrahman Al Thani dankte seinem russischen Amtskollegen für das Treffen und drückte seine Hoffnung aus, dass der konstruktive Dialog zwischen den beiden "befreundeten" Staaten weiterhin bestehen werde.

Das wichtigste Ziel des Besuches ist es, Russland über die illegalen Maßnahmen zu informieren, die gegen unser Land verhängt worden sind. Hiermit möchte ich den Standpunkt Katars bestätigen, dass alle Widersprüche mittels eines Dialogs gelöst werden sollen, wobei der Kooperationsrat der arabischen Staaten des Golfes das adäquate Format für eine solche Konversation ist. Ich möchte auch den russischen Einrichtungen danken, die uns ihre Hilfe angeboten haben, damit Katar jene illegalen Maßnahmen überwinden kann, die gegen uns verhängt worden sind. Ich schätze solche Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern sehr", erklärte der katarische Chefdiplomat.

Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere arabische Staaten hatten in dieser Woche alle Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die Länder werfen dem Emirat die Unterstützung von Terrororganisationen wie dem "Islamischen Staat" vor. (RIA Nowosti)

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