Comey: Trump habe um „Loyalität“ gebeten und auf Stopp der Ermittlungen gegen Flynn gehofft

Comey: Trump habe um „Loyalität“ gebeten und auf Stopp der Ermittlungen gegen Flynn gehofft
Comey: Trump habe um „Loyalität“ gebeten und auf Stopp der Ermittlungen gegen Flynn gehofft
Der Ex-FBI-Chef James Comey wird am Donnerstag mit großer Spannung vor Gericht erwartet. Der Geheimdienstausschuss des US-Senats hat am Mittwoch ein Statement zur bevorstehenden Anhörung Comeys veröffentlicht.

Im Statement bekräftigt der frühere FBI-Direktor James Comey Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump, dieser habe Einfluss auf die Ermittlungen gegen den damaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn nehmen wollen. Trump hatte den Vorwurf immer bestritten. Comey erklärte auch, Trump habe ihn in einem Treffen am 14. Februar zu Loyalität ihm gegenüber aufgefordert.

Ich brauche Loyalität, ich erwarte Loyalität“, zitiert Comey den US-Präsidenten in der Mitteilung. 

Trump habe den Wunsch, die Ermittlungen gegen Flynn fallenzulassen, im besagten Treffen am 14. Februar im Weißen Haus geäußert. Trump habe mehrere andere Teilnehmer eines vorherigen Gesprächs aus dem Raum gebeten, darunter auch Justizminister Jeff Sessions. Dann habe er gesagt: «Ich möchte über Mike Flynn sprechen», der am Vortag zurückgetreten war. Flynn habe nichts Falsches gemacht, habe Trump gesagt, er habe aber gehen müssen, weil er Vize Mike Pence in die Irre geführt habe. Flynn sei ein guter Kerl und habe manches durchgemacht, habe Trump gesagt.

Dann folgte laut Comey das entscheidende Zitat Trumps:

Ich hoffe, Sie sehen einen Weg, das fallen zu lassen, von Flynn abzulassen.

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Dabei habe der frühere FBI-Chef laut seinem Statement dem US-Staatsoberhaupt die Erfüllung seiner Bitte nicht zugesagt. Er habe über die Unterredung auch die FBI-Führung informiert. 

Am 30. März habe Trump sich am Telefon beklagt, dass die Russland-Ermittlungen wie «eine Wolke» über seiner Präsidentschaft schwebe und ihn am Regieren hinderten. Trump habe versichert, dass er nichts mit Russland zu tun habe und gefragt, was man tun könne, damit sich «die Wolke» lichte. Trump habe gesagt, sollte es «Satelliten» unter seinen Mitarbeitern geben, die Dreck am Stecken hätten, wäre es gut, das herauszufinden.

Er selbst habe nichts Falsches getan, habe Trump gesagt und mehrfach seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, das FBI werde das öffentlich bestätigen.

Comey bestätigte Trump in einem Treffen am 6. Januar, dass das FBI zu diesem Zeitpunkt nicht gegen ihn persönlich ermittle.

Trump gab für Comeys Entlassung zunächst verschiedene Gründe an. Später sagte er, er habe dabei auch an die Vorwürfe in Sachen Russland gedacht. Das Justizministerium setzte einen Sonderermittler ein, der die FBI-Untersuchungen leiten soll.

(dpa/rt deutsch)

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