Terrorattacke in London: Kritik an Trump für seine Tweets über Londoner Bürgermeister

Terrorattacke in London: Kritik an Trump für seine Tweets über Londoner Bürgermeister
Donald Trump bei einem Meeting in Brüssel
Der republikanische US-Präsident Donald Trump wurde am Sonntag heftig für seine Tweets über den Londoner Bürgermeister, Sadiq Khan, kritisiert. Dieser hatte zuvor gesagt, dass die Briten nicht „alarmiert“ sein sollten wegen der erhöhten Polizeipräsenz.

Trump hatte hierauf getwittert:

Ein Sprecher Sadiq Khans antwortete darauf in einer Stellungnahme:

Er ist beschäftigt mit der Polizei, den Rettungskräften und der Regierung zu arbeiten, um auf diesen furchtbaren und feigen terroristischen Angriff zu reagieren. Er hat Wichtigeres zu tun, als auf Donald Trumps fehlinformierten Tweet zu antworten, der absichtlich seine Bemerkungen aus dem Kontext reißt, in denen er die Londoner aufrief, nicht alarmiert zu sein, wenn sie mehr Polizei – inklusive bewaffneter Polizei – auf den Straßen sehen.

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Der ehemalige Vizepräsident Al Gore äußerte auf CNN, dass er die Trump’sche Wiedergabe dessen, was Khan sagte, als „falsch dargestellt“, betrachte.

Ich denke nicht, dass nach einem großen Terroranschlag wie diesem es angebracht ist, spaltend zu sein und einen Bürgermeister zu kritisieren, der versucht, die Reaktion seiner Stadt auf diese Attacke zu organisieren“, sagt der Demokrat und ehemalige Präsidentschaftskandidat Al Gore.

Trump hatte später den Angriff als „bösartiges Schlachten“ bezeichnet und gesagt, die USA würden alles in ihrer Macht stehende tun, um Großbritannien dabei zu helfen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Dieses Blutvergießen muss enden. Dieses Blutvergießen wird enden“, sagte Trump und fügte hinzu, dass er „was nötig sei“ tun werde, um die Bedrohung daran zu hindern, die USA zu erreichen.

Hierzu wiederholte der US-Präsident seine Forderung nach einem Einreiseverbot für Bürger aus sechs mehrheitlich muslimischen Ländern. Das viel kritisierte Einreiseverbot wurde zwischenzeitlich mehrfach von Bundesgerichten gestoppt, weswegen die US-Regierung zwecks endgültiger Klärung vor den Supreme Court zieht.

Donald Trump hat unter dessen nachgelegt und behauptet, die Mainstreammedien würden versuchen Kahns Statement ins rechte Licht rücken zu wollen: