Weitere Vorstöße gegen ISIS nahe Mossul: Schiitsche Verbände nehmen Baadsch ein

Weitere Vorstöße gegen ISIS nahe Mossul: Schiitsche Verbände nehmen Baadsch ein
Schiitische Paralimitärs haben am Sonntag die Stadt Baadsch vom sogenannten Islamischen Staat (IS) zurückerobert. Die Stadt gilt als wichtige Versorgungsleitung für den IS nach Syrien. Auch IS-Anführer Al-Baghdadi soll sich dort aufgehalten haben.

Im Nordwesten des Iraks eroberten am Sonntag mit der Regierung verbündete Milizen eine Stadt an der Grenze Syriens von der Terrormiliz zurück. Die schiitschen Verbände nahmen nach Armeeangaben die Stadt Baadsch ein. Das Vorgehen der Truppen ist Teil der Offensive, um den IS aus dem Land zu vertreiben. In der Großstadt Mossul, neben Rakka die wichtigste Stadt in IS-Hand, steht die irakische Armee nach Monaten heftiger Kämpfe kurz vor dem Sieg.

Bildquelle: Haschd Shaabi

Irakische und US-Quellen vermuten, dass der IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi sich in Baadsch aufhielt. Die Stadt gilt als eine der wichtigen Versorgungsleitungen für den IS durch Syrien.

Die irakische Haschd-Schaabi-Miliz (zu Deutsch „Volksmobilmachung“) verkündete die "totale Befreiung" des Bezirks Baadsch mit Unterstützung durch Luftangriffe. Die irakische Flagge wurde nach Angaben der Al-Hash, einem Dachverband regierungsnaher, vom Iran unterstützten Paramilitärs, bereits auf Gebäuden der Stadt gehisst.

Nach acht blutigen Monaten der Offensive in Mossul wurden demnach alle IS-Kämpfer aus der Stadt vertrieben, mit Ausnahme einer Enklave entlang des Tigris Flusses. Al-Hash startete die Operationen in der Gegend westlich von Mosul am 12. Mai. Am 23. Mai kündigten sie an, Qayrawan zurückerobert zu haben.

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