Nigel Farage belustigt über FBI-Behauptung, er sei in russische Einmischung in US-Wahl involviert

Nigel Farage belustigt über FBI-Behauptung, er sei in russische Einmischung in US-Wahl involviert
Der britische Politiker Nigel Farage hat die letzten Berichte des Guardian über sich belächelt. Dort es heißt, er sei eine "Person von Interesse" bei der FBI-Untersuchung über die angeblichen Absprachen zwischen Russland und Donald Trumps Team während der Wahlkampagne. Farage bezeichnete die Information als "Fake News".

Laut der Zeitung hat der ehemalige UKIP-Chef und Abgeordnete des EU-Parlaments das Interesse der US-Ermittler geweckt. Grund seien seine Beziehungen zu Einzelpersonen, die sowohl mit der Trump-Kampagne als auch mit Julian Assange, dem Gründer von WikiLeaks. Wikileaks veröffentlichte bekanntlich gehackte E-Mails, die Hillary Clintons Präsidentenkampagne schadeten.

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Russland hat alle Vorwürfe, sich in die US-Wahl eingemischt zu haben, unnachgiebig bestritten.

"Ich habe sehr lange gebraucht, um den Guardian-Artikel zu Ende zu lesen, weil ich dabei so viel lachen musste", sagt Farage und fuhr fort:

Der hysterische Versuch, mich mit der Putin-Regierung zu verknüpfen, ist ein Ergebnis der liberalen Elite, die Brexit und die Wahl von Präsident Trump nicht akzeptieren will. […] Zum Mitschreiben: Ich war noch nie in Russland, ich hatte in meinem früheren Leben keine Geschäfte mit Russland und bin in den letzten 18 Monaten ungefähr dreimal auf RT erschienen. […] Ich halte es für äußerst zweifelhaft, dass ich eine Person von Interesse für das FBI sein könnte, da ich keine Verbindungen zu Russland habe. […] Das sind Fake News. […] Mein Treffen mit Julian Assange wurde für mich von LBC Radio organisiert, um ein Interview zu führen.

Die Quellen des Guardian sagen, dass Farage eine Person von Interesse ist, weil er Verbindungen zu Menschen hat, die im Zentrum der Untersuchungen des FBI stehen. Farage wird nicht wegen irgendeinem Fehlverhalten verdächtigt, aber das FBI denkt, dass er Informationen über die untersuchten Handlungen habe, schreibt die Zeitung.

"Eines der Dinge, das die geheimdienstlichen Ermittler interessiert, sind Berührungspunkte und beteiligte Personen. […] Wenn Sie Russland, WikiLeaks, Assange und Trump triangulieren, ist die erste Person, die in Betracht kommt Nigel Farage. Er befindet sich mitten in diesen Beziehungen. Er dreht sich immer wieder um. Es wird viel Aufmerksamkeit auf ihn gelegt", sagte eine Quelle zum Guardian.

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Farage war der erste britische Politiker, der Trump nach seinem Wahlsieg traf, und sie schossen ein Foto zusammen vor einem goldenen Aufzug im Trump Tower.

Die beiden trafen sich im Februar wieder, wo sie mit Trumps Tochter Ivanka und deren Ehemann und Berater im Weißen Haus, Jared Kushner, zu Abend aßen.

Im November schlug Trump vor, dass Farage zum britischen Botschafter in den USA werden sollte.

CIA-Direktor John Brennan behauptete, dass WikiLeaks über Dritte mit Russland zusammengearbeitet habe. Assange hat diese Behauptungen bestritten.
Brennan meinte außerdem, dass Russland "sich frech in die US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016 einmischte". Teilte allerdings in einer Sitzung eines inneren geheimdienstlichen Sonderkomitees in der letzte Woche mit, dass er "ungelöste Fragen" dazu habe, ob irgendwelche Mitglieder des Trump-Wahlkampagnenteams tatsächlich mit Russland zusammenarbeiteten.

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