Trump: USA steigen aus dem Pariser Klimaabkommen aus - LIVE

Trump: USA steigen aus dem Pariser Klimaabkommen aus - LIVE
Eiffelturm grün beleuchtet. Der Text lautet: "Pariser Abkommen - Schluss".
Der US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen austreten. In seiner Rede bezeichnete er es als "auf höchster Ebene ungerecht für die USA".

Trump begründete seinen Beschluss damit, dass das Abkommen im Grunde genommen unfair ist: "Als derjenige, dem die Umwelt sehr am Herzen liegt, kann ich nicht guten Gewissens einen Deal unterstützen, der die Vereinigten Staaten bestraft."

"Das Abkommen von Paris ist in höchstem Maße unfair für die Vereinigten Staaten", so der US-Präsident.

Im großen Maßstab seien die Bemühungen im Rahmen des Abkommens fraglich. "14 Tage CO2-Emissionen aus China allein würden die Gewinne aus den erwarteten Ermäßigungen von Amerika im Jahr 2030 auslöschen", rechnete Trump.

Der US-Präsident traf diese Entscheidung, weil er "gewählt wurde, um die Bürger von Pittsburgh zu vertreten, und nicht die in Paris". Der Austritt aus der Vereinbarung soll dem US-Präsidenten zufolge eine Wiederbelebung der Souveränität Amerikas darstellen.

Er kündigte ferner an, dass die USA über einen neuen "Deal, der fair ist" verhandeln werden. Besonderes Interesse an dem positiven Ergebnis äußerte er trotzdem nicht: "Wenn uns das gelingt, ist das großartig. Wenn nicht, ist es auch ok."

Insgesamt 195 Nationen hatten das Abkommen unterzeichnet. Im September 2016 hatten sich die USA, unter der Regierung Obamas, der Ratifizierung des UN-Klimaschutzabkommens von Paris zusammen mit China angeschlossen. Das Abkommen war im Dezember 2015 verhandelt worden. Damals hatte Obama gesagt, dass der Kampf gegen den Klimawandel nur gemeinsam geführt werden könnte. 

Das Ziel des Abkommens ist es bis Mitte des Jahrhunderts Treibhausgasneutralität zu erreichen. Damit auch Entwicklungsländer an diesem Pakt gegen den Klimawandel teilhaben können, sollen sie von den Industrieländern finanziell unterstützt werden. Ab 2020 wurden hundert Milliarden US-Dollar pro Jahr an finanzieller Hilfe für Entwicklungsländer festgesetzt. Ein Streitpunkt sind Entschädigungszahlungen an Entwicklungsländer von den Industrienationen. Das Argument der Entwicklungsländer ist, dass sie unter den Klimaschäden litten, die die erste Welt verursacht habe. 

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