Beamter des Weißen Hauses: Trump will Pariser Klimaschutzabkommen aufkündigen

Beamter des Weißen Hauses: Trump will Pariser Klimaschutzabkommen aufkündigen
Präsident Trump bei einer Rede auf der Militärbasis Sigonella auf Sizilien, Italien, 27. Mai 2017.
Ein anonymer Vertreter des Weißen Hauses hat die Medienberichte bestätigt, laut denen die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen austreten werden. Trump hatte angekündigt gegebenenfalls das Abkommen aufzukündigen. Aus den Reihen seiner Regierung hatte es Widerstand gegen seine Pläne gegeben.

Am Dienstag Morgen traf sich Trump mit dem Administrator der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde (EPA), Scott Pruitt, um das Pariser Abkommen zu diskutieren. Der Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, teilte mit: 

Er will einen fairen Deal für die Amerikaner. 

"Axios News Report" berichtete am Mittwoch, sich auf zwei anonyme Quellen beziehend, dass Trump nun die Entscheidung getroffen habe aus dem Klimaabkommen auszusteigen. Trump hatte den Klimawandel immer wieder als Gerücht bezeichnet. Das Abkommen würde die amerikanische Industrie schwächen. 

Trump selbst kündigte via Twitter eine Entscheidung in den nächsten Tagen an:

Insgesamt 195 Nationen hatten das Abkommen unterzeichnet. Trump hatte per Twitter angekündigt in dieser Woche eine Entscheidung zum Klimaabkommen zu treffen. Im September 2016 hatten sich die USA, unter der Regierung Obamas, der Ratifizierung des UN-Klimaschutzabkommens von Paris zusammen mit China angeschlossen. Das Abkommen war im Dezember 2015 verhandelt worden. 

Damals hatte Obama gesagt, dass der Kampf gegen den Klimawandel nur gemeinsam geführt werden könnte. 

Das Ziel des Abkommens ist es bis Mitte des Jahrhunderts Treibhausgasneutralität zu erreichen. Damit auch Entwicklungsländer an diesem Pakt gegen den Klimawandel teilhaben können, sollen sie von den Industrieländern finanziell unterstützt werden. Ab 2020 wurden hundert Milliarden US-Dollar pro Jahr an finanzieller Hilfe für Entwicklungsländer festgesetzt. Ein Streitpunkt sind Entschädigungszahlungen an Entwicklungsländer von den Industrienationen. Das Argument der Entwicklungsländer ist, dass sie unter den Klimaschäden litten, die die erste Welt verursacht habe. 

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