Reaktionen aus dem In- und Ausland auf den Bombenanschlag in Kabul

Reaktionen aus dem In- und Ausland auf den Bombenanschlag in Kabul
Die deutsche Botschaft in Kabul wurde durch die Explosion schwer beschädigt. Ein afghanischer Sicherheitsbeamter soll getötet worden sein.
Bei dem schwersten Anschlag in der afghanischen Hauptstadt seit Jahren mit 80 Toten und über 300 Verletzten sind auch Bedienstete der deutschen Botschaft verletzt worden. Ein afghanischer Sicherheitsmitarbeiter wurde getötet, wie Außenminister Sigmar Gabriel mitteilte.

Zudem wurde die deutsche Botschaft durch die Wucht der Explosion massiv beschädigt. An der Frontseite wurden unter anderem Dutzende Fenster eingedrückt, wie Fotos vom Tatort zeigen. In dem Gebäude haben auch der Botschafter und sein Stellvertreter ihre Büros.

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) meldete sich per Twitter zu Wort:

Die Autobombe war gegen 8:30 Uhr (Ortszeit) etwa 300 Meter von der deutschen Botschaft entfernt explodiert. In der Gegend liegen auch andere Botschaften, Ministerien und das Nato-Hauptquartier. Ähnliche Anschläge waren in den vergangenen Monaten von den islamistischen Terrororganisationen Islamischer Staat und Al-Kaida verübt. Die Nato-Mission in Afghanistan hat die Tat scharf verurteilt. Der Anschlag vom Mittwoch, zu dem sich zunächst niemand bekannte, spiegele die „barbarische Natur“ der Täter und deren völlige Gleichgültigkeit gegenüber Zivilisten, erklärte das Hauptquartier des Einsatzes „Resolute Support“ in Kabul.

Zugleich lobte die Nato die lokalen Sicherheitskräfte, die sich dem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug entgegen gestellt hätten, bevor dieses mitten im schwer gesicherten Regierungs- und Diplomatenviertel explodierte.

Hier weitere Reaktionen aus dem In- und Ausland:

Der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums verurteilt den Anschlag, der so viele "wertvolle Leben und zu viele verletzt habe."

Der indische Premierminister Narendra Modi ist mit seinen Gedanken bei den Angehörigen der Opfer.

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani verurteilt ebenfalls den "feigen Anschlag während des heiligen Ramadan-Monats.

Das US-amerikanische Außenministerium gibt eine Reisewarnung für Afghanistan aus.

Die Abgeordnete im hessischen Landtag, Janine Wissler von den Linken, fordert mit einem Antrag die Abschiebung von afghanischen Staatsbürgern sofort zu stoppen.

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