Nach Anschlag in Kabul: Diplomatische Vertretungen als Zielorte des Terrors

Nach Anschlag in Kabul: Diplomatische Vertretungen als Zielorte des Terrors
Nach dem Anschlag auf das deutsche Konsulat in Masar-i-Scharif, Afghanistan, 11. November 2016.
Am Mittwoch morgen ereignete sich in Kabul ein schwerer Autobombenanschlag nahe der deutschen Botschaft. Erinnerungen an einen versuchten Anschlag auf das deutsche Konsulat im afghanischen Mazar-i-Scharif wurden wach. Ein Rückblick auf bisherige Attentate auf diplomatische Vertretungen in den letzten Jahren.

Im November 2016 griffen Taliban das deutsche Konsulat in der Stadt Masar-i-Scharif an. Vor dem Konsulat explodierte eine Autobombe, die vier Menschenleben forderte und 119 verletzte. Es folgten "Kampfhandlungen".  Die deutschen Mitarbeiter blieben jedoch unverletzt. Bei den Einwohnern brach Panik aus. 

Am 11. September 2012 wurde im libyschen Bengasi ein Attentat auf das US-Konsulat verübt, dem der US-Botschafter Christopher Stevens zum Opfer fiel. Hillary Clinton, damalige US-Außenministerin wurde kritisiert, dass die Sicherheitsmaßnahmen der USA nicht verhindert wurde. Vier Stunden lang wurde das US-Konsulat unter Beschuss genommen. Als Motiv für den Anschlag wurde die Wut über den Film "Die Unschuld der Muslime" genannt, der den muslimischen Glauben verunglimpft haben soll. Der Anschlag wurde zum Politikum der politischen Lager in den USA. Er soll von Al-Khaida verübt worden sein und geplant kein spontaner Ausbruch des Hasses.

Seit den Anschlägen auf US-Botschaften in Dar es Salaam (Tanzania) und Nairobi (Kenia) im Jahr 1998 ist die Sicherung der US-Botschaften und des Personals ein politisches Ziel, dass vom US-Außenministerium und dem "Chief of Mission" (COM) verfolgt wird. 

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