Ex-US-Geheimdienstchef: Russen können nicht anders - Einmischung ist genetisch bedingt

Ex-US-Geheimdienstchef: Russen können nicht anders - Einmischung ist genetisch bedingt
James R. Clapper, ehemaliger Geheimdienstdirektor sagt vor dem Komitee des US-Senats zur "Russischen Intervention in die Wahlen der USA 2016" aus, Washington, USA, 8. Mai 2017.
Die Vorwürfe der Einmischung Russlands nehmen nicht ab und jeder kommt zu Wort. Nun äußerte sich der Ex-US-Geheimdienstdirektor James Clapper erneut zu seinem Lieblingsthema Russland und kam zu dem Schluss, dass die russische Einmischung eine genetische Veranlagung sei, nach der sie die Demokratie hassen.

Der ehemalige US-Geheimdienstdirektor James Clapper wurde von den NBC-Nachrichten zu den Vorwürfen der Kommunikation zwischen dem Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner und den Russen, sowie "Senior Advisorn" des Weißen Hauses mit Russland befragt. 

Ich muss sagen, ohne im Einzelnen diese Unterhaltungen zu bestätigen oder einzuräumen, dass - seit, obwohl sie in öffentlichen Gefilden sind, sind sie noch immer klassifiziert - nur von einem theoretischen Standpunkt aus, will ich ihnen sagen, dass das Warnlicht meines Armaturenbretts an war und ich denke, dass war der Fall für alle in der Geheimdidenst-Gemeinschaft. (Ich bin) sehr betroffen über die Art der Annäherung an die Russen. 

Das FBI geht davon aus, dass Kushner, Berater des US-Präsidenten, "relevante Informationen" habe. Er könnte als wichtiger Zeuge dienen und ist damit das einzige aktive Mitglied der Trump-Administration, das derzeit zu den Russland-Verbindungen durchleuchtet wird, nachdem Sicherheitsberater Mike Flynn und die Wahlkampfmitarbeiter Paul Manaford, Roger Stone und Carter Page nicht mehr im Amt sind.

Nun steht auch der Präsidenten-Berater Jared Kushner im Fokus des FBI. Würde er seinen Kaffee in Riad, kurz vor einem großen Rüstungsgeschäft, ebenso genießen, wenn er oder die Trump-Administration eine zu enge Partnerschaft mit Russland pflegen?

Einen Grund für die angebliche Einmischung fand Clapper in der Genetik der Spezie "Russe":

Wenn man dies im Kontext mit alledem setzt, was wir über die Einmischung der Russen in die Wahlen wussten und die historischen Methoden der Russen (in Betracht ziehen), die typischerweise nahezu genetisch dazu getrieben sind zu Führen, Vorzudringen, sich Zuwachs zu erarbeiten, was auch immer - was typische russische Techniken sind - wir waren beunruhigt. 

Die geheimdienstlichen Ermittlungen führten jedoch bisher zu keinen konkreten Beweisen. Das FBI setzte Sonderermittler ein, die sich mit dem Vorwurf beschäftigen sollen. Der bisherige Geheimdienstbericht stützt sich auf vermeintliche Absichten der Einflussnahme des russischen Präsidenten, Wladimir Putin, die sich darin zeigten, dass er Hillary Clinton für ihre Politik kritisiert hat. 

Sagten am Montag vor dem US-Senat aus: Der ehemalige Nationale Geheimdienstdirektor James Clapper und Ex-Justizministerin Sally Yates.

Clapper war unter dem ehemaligen Präsidenten Obama 6,5 Jahre als Geheimdienstdirektor tätig. Mit der Amtsübernahme Donald Trumps endete seine Tätigkeit als Direktor des Nachrichtendienstes. Von den Russen sei, laut Clapper, nichts Gutes zu erwarten, sie seien keine Freunde. Er bezeichnete sie als den "Hauptgegner" der USA. Auf die Frage des NBC-Moderators nach einem Mittel gegen die Russen, nannte Clapper "Sanktionen" und bezeichnete diese als eine "starke Waffe", die die "Russen nicht mögen". Für ihn waren dies Sanktionen nur ein erster Schritt, der hätte fortgeführt werden müssen, denn die Russen hätten ihre Handlungen danach nicht geändert. Und schließlich zwischenzeitlich mehr darüber öffentlich geworden, was die Russen vorhätten. Sie werden sich weiterhin in den politischen Prozess einmischen und die Amerikaner sollten darüber beunruhigt sein. 

Auch RT geriet in die Anschuldigungen. RT habe mit Berichten über WikiLeaks-Enthüllungen dazu beigetragen, den US-Wahlkampf zu beeinflussen. Insgesamt mangelt es an haltbaren Beschuldigungen und vor allem an Nachweisen.