Trump braucht den Iran als "den Bösen"

Trump braucht den Iran als "den Bösen"
Anhänger des wiedergewählten Präsidenten Hassan Rouhanis feiern seinen erneuten Sieg in Teheran; Iran, 21. Mai 2017.
"Ob in Star Wars, oder im echten Leben - es gibt immer einen Bösen". Für die USA erfüllt diese Rolle der Iran. CNN, MSNBC applaudierten Trump für seine Auslandsinterventionen in Syrien und im Jemen. Aktionen, die er entgegen seiner Wahlkampfversprechen unternahm. Damals sprach er sich gegen die amerikanische Interventionspolitik aus.

Dr. Jan Halper war Vizepräsidentin der "Republicans Overseas" und Mitglied im Übergangsteam von Präsident Trump. Sie führt die Abweichungen von Trumps Wahlversprechen auf den Zugang von Informationen zurück, die Donald Trump erst nach seinem Amtsantritt zur Verfügung gestanden hätten. Eine Kehrtwende könne man ihm deshalb noch nicht vorwerfen. Politik und Personalstand im Außenministerium seien zudem ausbaufähig. Der Iran diene Trump als "der Böse", weil es nun mal einen Bösen geben muss. Halper erhoffe sich von Trumps Auslandsreise die Erkenntnis einer klaren Linie für seine künftige Politik. 

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