Irans Außenminister weist Trumps Kritik zurück: Die USA wollten Saudi-Arabien "melken"

Irans Außenminister weist Trumps Kritik zurück: Die USA wollten Saudi-Arabien "melken"
Irans Außenminister weist Trumps Kritik zurück: Die USA wollten Saudi-Arabien "melken"
Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat Donald Trumps Vorwürfe der Terrorfinanzierung dementiert. Außerdem kritisierte der Politiker scharf die saudisch-amerikanischen Deals. Am Sonntag traf sich der US-Staatschef im Rahmen eines amerikanisch-islamischen Gipfels in Riad mit dem saudischen König Salaman.

Irans Außenminister wies im Mikroblogdienst Twitter Trumps Vorwürfe zurück, der Iran sei verantwortlich für Instabilität im Nahen Osten. Dazu behauptete das US-Staatsoberhaupt, dass das Nahostland Waffen finanziere und Terroristen, Milizen und andere extremistische Gruppen trainiere. Diese verbreiteten Zerstörung und Chaos in der Region, wie Trump am Sonntag in Riad erklärte. Auch der saudische König Salaman kritisierte den Iran als „Speerspitze des Terrors“. 

Donald Trump sollte sich lieber darum kümmern, das Terrorattentat vom 11. September nicht wiederholen zu lassen, anstatt den Iran des Terrorismus zu beschuldigen. Der US-Präsident sollte dies bei seinem Besuch in Saudi-Arabien besprechen, erklärte Sarif. Vor der US-Präsidentschaftswahl hätte Trump Sarif zufolge Saudi-Arabien vorgeworfen, am Terroranschlag am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen zu sein.

Der iranische äußerte sich auch zu dem Milliardendeal zwischen den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien. "Der Iran, frisch nach der echten Wahl, wurde von @POTUS [US-Präsident Donald Trump auf Twitter. – RT] in diesem Bastion der Demokratie und der Mäßigung attackiert. Handelt es sich um Außenpolitik oder wollten die USA aus Saudi-Arabien 480 Milliarden US-Dollar melken?", twitterte Sarif.

Darunter meinte der iranische Außenminister das saudisch-amerikanisches Waffengeschäft, auf welches sich die beiden Länder am Samstag geeinigt hatten, sowie mehrere andere Deals. Das Waffendeal sieht vor, dass über 110 Milliarde US-Dollar sofort gezahlt werden müssen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll Riad Waffen im Wert von etwa 350 Milliarden Dollar aus den USA kaufen.