Ecuador bittet Premierministerin Großbritanniens May um sichere Auslieferung für Assange

Ecuador bittet Premierministerin Großbritanniens May um sichere Auslieferung für Assange
Ecuador bittet Premierministerin Großbritanniens May um sichere Auslieferung für Assange
Die Regierung Ecuadors hat Großbritannien aufgerufen, den WikiLeaks-Gründer Julian Assange in das südamerikanische Land verreisen zu lassen. Der Appell folgte der Erklärung der britischen Premierministerin Theresa May, dass über die Verhaftung von Assange zu entscheiden eine „operative Angelegenheit“ der Polizei sei. Auf die Frage, ob May die Auslieferung von Assange in die USA unterstützen würde, antwortete sie: „Wir behandeln Auslieferungsanfragen, wenn wir sie von Fall zu Fall erhalten“.

„Großbritannien hat sich geweigert, zu bestätigen oder zu verneinen, ob es einen Auslieferungshaftbefehl von den USA schon erhalten hat. Fokus geht jetzt auf Großbritannien über“, wurde im Twitter-Profil der Enthüllungsplattform WikiLeaks gepostet.

Die Anklage in Stockholm hat am Freitagmorgen mitgeteilt, dass „alle Möglichkeiten, die Ermittlung voranzutreiben, erschöpft sind“ und dass ein Haftbefehl für Assange nicht mehr „angemessen“ sei. Dabei wies sie auf „die Ansichten, die der Oberste Gerichtshof (Schwedens) zur Angemessenheit einer Untersuchungshaft als Abwesenheitsurteils, zum Ausdruck gebracht hat,“ hin. Eine Verhaftung drohe dem Whistleblower laut einem Statement von Scotland Yard immer noch, sollte er die ecuadorianische Botschaft in der britischen Hauptstadt verlassen.

Assange bekam in der ecuadorianischen Botschaft in London 2012 politisches Asyl und wohnte seitdem dort, weil ihm wegen eines schweren Vorwurfs - einer angeblichen Vergewaltigung - in Schweden Auslieferung in die USA drohte, wo er nach Veröffentlichung der militärischen und diplomatischen Dokumente auf seiner Enthüllungsplattform WikiLeaks ebenso angeklagt ist. Der 45-jährige hat alle Vergewaltigungsvorwürfe immer zurückgewiesen.

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Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat den Beschluss der schwedischen Staatsanwälte auch mit einem Foto auf Twitter begrüßt, auf dem er lächelt.

Heute wird eine ausführliche öffentliche Erklärung von Assange erwartet.

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