Schwedische Ermittlungen gegen Assange eingestellt - Verhaftung droht weiterhin

Schwedische Ermittlungen gegen Assange eingestellt - Verhaftung droht weiterhin
Julian Assange, Schweden stellt die Ermittlungegen gegenn den Gründer und Herausgeber von WikiLeaks ein.
Die schwedische Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen einer angeblichen Vergewaltigung ein. Das teilte die Anklage am Freitag in Stockholm mit. Eine Verhaftung drohe dem Whistleblower aut einem Statement von Scotland Yard immer noch, sollte er die ecuadorianische Botschaft in der britischen Hauptstadt verlassen.

„Generalstaatsanwältin Marianne Ny hat heute beschlossen, das Ermittlungsverfahren bezüglich des Vergewaltigungsverdachts gegen Julian Assange einzustellen“, heißt es in einem Statement der Behörde. Nach Angaben von europäischen Medien habe die Staatsanwaltschaft auch eine Anfrage vor Gericht vorgebracht, den Haftbefehl für den WikiLeaks-Gründer aufzuheben. Nach jüngsten Angaben droht dem Whistleblower jedoch weiterhin die Verhaftung, sollte er die Botschaft von Ecuador in London verlassen. Das geht aus einer Mitteilung der Londoner Polizei vom Freitag hervor.

Der schwedische Anwalt von Julian Assange hat die Einstellung der schwedischen Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer wegen Vergewaltigung am Freitag als Sieg gefeiert. "Wir haben den Fall gewonnen", sagte der Jurist dem schwedischen Rundfunk. "Das ist ein totaler Sieg für Julian Assange. Er ist natürlich froh und erleichtert." 

Die Regierung Obama hatte 2010 strafrechtliche Ermittlungen gegen Julian Assange aufgenommen. Anlass dazu war die Veröffentlichung von Dokumenten, die der Whistleblower Bradley Manning an WikiLeaks übergeben hatte. Schweden stellte im November 2010 einen Antrag auf Auslieferung Assanges, da zwei Frauen ihn beschuldigten, sie sexuell missbraucht zu haben. Assange wies jede Schuld von sich. 2012 beantragte er Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London, wo er sich seitdem aufhielt. (dpa/rt deutsch)