Weißes Haus gibt Details zur ersten Auslandreise Trumps bekannt

Weißes Haus gibt Details zur ersten Auslandreise Trumps bekannt
Donald Trump; USA, 17. Februar 2017.
Das Weiße Haus veröffentlichte am Dienstag Details zu Trumps erster Auslandreise. Auf Saudi-Arabien folgen Israel, Rom, Brüssel und der G7-Gipfel in Sizilien. Die Reise wurde zuvor als Reise der religiösen Toleranz bekannt gemacht. In Saudi-Arabien will Trump eine Rede zum friedvollen Islam halten.

In Israel wird Trumps erster Besuch zur Klagemauer in Jerusalem führen. Zuvor hatte es Unstimmigkeiten zwischen dem Weißen Haus und Israel gegeben, nachdem ein Offizieller angab, dass die Klagemauer nicht zu Israel gehöre, sondern zum palästinensischen Westjordanland. Der nationale Sicherheitsberater H.R. Mc Master wollte dies nicht kommentieren. Es sei "eine politische Entscheidung".

Auch die Grabeskirche steht auf dem Programm Trumps. Zuvor erschien in den israelischen "Haaretz-Nachrichten" ein Artikel, in dem Trump das "Jerusalem-Syndrom" vorausgesagt wurde. Eine psychische Störung, die Besucher Jerusalems ereilt, die  von der biblischen Geschichte der Stadt so ergriffen sind, dass sie sich für einen Heiligen halten. Die Zeitung fragte auch, ob Trump sich als Messias sähe, da er den Palästinenserkonflikt zu lösen versuche. An der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vaschem wird er einen Kranz niederlegen.

Der ehemalige israelische Verteidigungsminister Ehud Barak (rechts) neben Yoav Gallant, dem damaligen Anführer des südlichen Kommandos (links) außerhalb des Gazastreifens; 12. März 2008.

Am kommenden Dienstag steht ein Treffen mit Mahmud Abbas an. Abbas erhofft sich finanzielle Zuwendungen für die Palästinenser. Besonders der Gaza-Streifen leidet unter der Blockade. Aufbrechen wird Trump aus Washington an diesem Freitag. Er fliegt nach Saudi-Arabien, Israel, Rom, Brüssel und schließt seine erste Auslandsreise mit dem G7-Gipfel auf Sizilien ab. Zu Trumps bevorstehender Rede in Saudi-Arabien sagte McMaster, dass es um eine friedvolle Vision des Islam gehen werde. In Saudi-Arabien wird sich Trump mit dem Golfkooperationsrat und König Salman treffen. Vertreter von 50 muslimischen Ländern werden Trumps Rede beiwohnen.

In Rom ist neben einer Audienz beim Papst ein Besuch beim Petersdom geplant. Der Papst hatte die USA gerügt, nachdem die Amerikaner eine Bombe auf Afghanistan abwarfen, die sie als "Mutter" aller Bomben beschrieben. Der Papst mahnte an, dass eine Mutter Leben gäbe und nicht nähme. In Brüssel wird es zu einer Zusammenkunft mit König Philippe und Belgiens Premier Charles Michel kommen. Am Donnerstag folgen die Spitzen der Europäischen Union und ein Arbeitsessen mit Frankreichs neu gewählten Präsidenten Emmanuel Macron. Anschließend  der Nato-Gipfel und am Freitag das Treffen der G7.

(rt deutsch/ dpa)