Putin zu CBS-Reporter: Lächerliche Frage, wir haben nichts mit Entlassung des FBI-Direktors zu tun

Putin zu CBS-Reporter: Lächerliche Frage, wir haben nichts mit Entlassung des FBI-Direktors zu tun
Der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Eishockeyspiel anlässlich einer Gala in Sotschi, 10. Mai 2017.
CBS News fragte den russischen Präsidenten Wladimir Putin am Rande eines Eishockeyspiels in Sotschi, wie die Entlassung von FBI-Direktor Comey die bilateralen Beziehungen zwischen Moskau und Washington beeinflussen werde. Die Antwort Putin hatte es in sich.

Die Russland-Korrespondentin des US-Senders CBS-News, Elizabeth Palmer, hatte den russischen Präsidenten kurz vor seinem Einsatz als Spieler bei einem Benefiz-Eishockeyspiel in Sotschi abgefangen und ihn gebeten, die Entlassung des FBI-Direktors James B. Comey aus russischer Perspektive zu kommentieren.

Als sie Putin direkt fragte, inwieweit die Entlassung des FBI-Chefs die bilateralen Beziehungen beeinflussen werde, reagierte dieser überrascht und antwortete:

Es wird keine Auswirkungen haben. Seien Sie mir nicht böse, aber Ihre Frage erscheint mir lächerlich. Wir haben damit nichts zu tun. Präsident Trump handelt im Rahmen seiner Zuständigkeiten, die ihm die Verfassung und Gesetze bereitstellen. Und wirklich, was haben wir mit der Entlassung eines US-Beamten zu tun? Ich bin hier, um Eishockey zu spielen und ich lade Sie dazu ein, dasselbe zu machen.

Zuvor war bereits der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch bei seinem Treffen mit US-Außenminister Rex Tillerson in Washington D.C. von der NBC-Reporterin Andrea Mitchell gefragt worden, ob die Entlassung des FBI-Direktors die bilateralen Gespräche beeinflussen werde.

Darauf entgegnete Lawrow:

Ich kann nicht glauben, dass ich gebeten werde, solche Fragen zu beantworten, insbesondere in den USA, wo Sie über ein hochentwickeltes demokratisches politisches System verfügen. Wir sind doch alle Erwachsene hier im Raum, oder?