Live-Updates Frankreich: Macron wird neuer Präsident Frankreichs

Live-Updates Frankreich: Macron wird neuer Präsident Frankreichs
Die Wahllokale sind bis heute Abend 20 Uhr geöffnet.
In Frankreich zeichnete sich bei der Stichwahl um das Präsidentenamt eine vergleichsweise schwache Wahlbeteiligung ab. Bis 17.00 Uhr gaben nach Angaben des Innenministeriums 65,3 Prozent der Wähler ihre Stimme ab. Vier Prozent weniger als im ersten Wahlgang.

Damals hatten im gleichen Zeitraum bereits 69,4 Prozent der Wähler teilgenommen. Der Rückgang ist sehr ungewöhnlich: In den vergangenen Jahrzehnten war die Wahlbeteiligung in der zweiten Runde stets höher ausgefallen als im ersten Wahlgang.

Auch im Vergleich zu früheren Wahlen ist die Beteiligung eher schwach. Bei der Stichwahl 2012 gaben bis 17.00 Uhr rund 72 Prozent der Wähler ihre Stimme ab, 2007 sogar 75,1 Prozent.

In der Stichwahl trifft die EU-Gegnerin Marine Le Pen auf den pro-europäischen Kandidaten Emmanuel Macron. Ein Sieg von Le Pen würde die Europäische Union vermutlich nach dem Brexit vor neue Herausforderungen stellen - die Abstimmung wird deshalb international mit Spannung und Nervosität verfolgt.

Die französischen Überseegebiete, die teils schon am Samstag votiert hatten, sind bei dem Zwischenstand vom Sonntag nicht eingerechnet. Sie machen aber nur einen sehr kleinen Teil der Gesamtwählerschaft aus. Offenbar führt Macron in den Überseegebiete deutlich.

Der weitere Verlauf des Wahlabends hier in den Live-Updates:

23:11 Uhr: Nachtrag zu der Aussperrung von RT Journalisten bei Emmanuel Macron:

22:31 Uhr: Der Euro ist nach dem klaren Sieg von Macron erstmals seit einem halben Jahr über die Marke von 1,10 Dollar gestiegen. Im asiatischen Handel kletterte der Kurs am Sonntagabend auf 1,1011 Dollar, nachdem der Euro am Freitag noch mit 1,09995 aus dem Handel gegangen war. Das ist der höchste Wert seit dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl im November 2016. Schon nach der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen hatte die Gemeinschaftswährung rund zwei Prozent zugelegt.

21:40 Uhr: Der Dritte der ersten Wahlrunde, Jean-Luc Mélenchon macht darauf aufmerksam, dass Marine Le Pen im zweiten Wahlgang "nach den Stimmen für Macron und der Anzahl der Nichtwähler" nur auf Platz drei gelandet ist:

21:22 Uhr: Macron tritt vor die Kameras und hält seine Siegesrede. Er dankt den Wählern für ihre Unterstützung. "Ich werde alle Energie einsetzen, damit ich mich ihres Vertrauens würdig erweise", sagt der 39-Jährige. "Ich werde Frankreich verteidigen. Ich werde Europa verteidigen", verspricht Macron. Unter seiner Führung werde Frankreich in vorderster Front gegen den Terror kämpfen. "Ein neues Kapitel in unserer langen Geschichte beginnt heute", sagt der Wahlsieger. "Lasst uns Frankreich lieben", sagt Macron. Wie üblich schließt er mit den Sätzen: "Es lebe die Republik. Es lebe Frankreich."

21:17 Uhr: Journalisten von RT sind offenbar zum wiederholten Male bei Macrons Wahlveranstaltung ausgeschlossen worden:

21:14 Uhr: Marine Le Pen möchte ihre Partei umbauen: Sie bezeichnete ihr Ergebnis als "historisch und massiv." Die Franzosen hätten damit "die Patriotische und Republikanische Allianz zur ersten Oppositionskraft zum Programm des neuen Präsidenten gemacht." Unter diesem Namen hatte die Front-National-Politikerin ihr Bündnis mit dem EU-Skeptiker Nicolas Dupont-Aignan geschlossen, der bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden war.

Die Präsidentenwahl habe die politische Landschaft in Frankreich neu geordnet - entlang des Grabens zwischen "Patrioten und Globalisierern", sagte Le Pen. Sie werde an der Spitze dieses Kampfes stehen, sagte sie mit Blick auf die Parlamentswahlen im Juni.

Die Front National, die eine Strategie der Allianz gewählt hat, muss sich ebenfalls tiefgreifend erneuern, um auf der Höhe dieser historischen Gelegenheit und der Erwartungen der Franzosen zu sein,

sagte sie.

Ich werde deshalb einen tiefen Umbau unserer Bewegung vorschlagen, um eine neue politische Kraft zu schaffen, die zahlreiche Franzosen erwarten und die mehr denn je nötig zur Sanierung des Landes ist.

21:00 Uhr: Auch die Bundesregierung sendet Glückwünsche:

20:45 Uhr: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) gratuliert Macron via Twitter:

20:20 Uhr: Das vorläufige Ergebnis in der grafischen Übersicht:

20:15 Uhr: Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat ihre Niederlage bei der Präsidentenwahl eingeräumt. Sie habe Macron angerufen, um ihm zu gratulieren, sagte die Front-National-Politikerin in Paris.

20:13 Uhr: Der parteiunabhängige Kandidat Macron setzt sich mit seiner Bewegung „En Marche!“ in der entscheidenden Stichwahl mit 65,1 Prozent zu 34,9 Prozent gegen seine Konkurrentin Marine Le Pen durch (Quelle France 2/Ipsos/Sopra Steria).

20:02 Uhr: Die erste Prognose von 20 Uhr sieht Emmanuel Macron mit 65,1 Prozent vorne. Mit 39 Jahren wird Macron der jüngste Präsident in Frankreichs Geschichte.

19:47 Uhr: Die Zeitung "Le Monde" solidarisiert sich mit anderen Medien, die offenbar von der Wahlveranstaltung beim Front National ausgeschlossen wurden:

19:11 Uhr: Nach Angaben des belgischen Senders BFMTV soll der parteilose Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron bei der aktuellen Stichwahl mit 62,5 Prozent deutlich vor Marine Le Pen liegen. Der Sender beruft sich mit seinen Ergebnissen auf eine Quellen im französischen Innenministerium.

17:45 Uhr: Laut belgischen Medien führt Macron in ersten Umfragen offenbar deutlich. Französische Medien dürfen vor 20 Uhr keine Umfragewerte, Teilergebnisse oder Hochrechnungen veröffentlichen. Es drohen sonst Strafen bis zu 75.000 Euro.

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