US-Militär weist syrischen Giftgas-Vorwurf zurück

US-Militär weist syrischen Giftgas-Vorwurf zurück
Ein F18-Kampflugzeug der US-Luftwaffe
Die von den USA angeführte Koalition im Kampf gegen die Extremistenmiliz des sogenannten Islamischen Staats (IS) hat den syrischen Vorwurf zurückgewiesen, sie habe bei einem Luftangriff Giftgas freigesetzt.

Das staatliche syrische Fernsehen hatte zuvor berichtet, bei einem Angriff der US-Koalition am Mittwoch sei ein Giftgas-Depot des IS getroffen worden. Die dabei freigesetzte Substanz habe Hunderte Menschen getötet. Der Zwischenfall in der Provinz Deir al-Sor beweise, dass der IS und die mit der Al-Kaida verbundenen Extremisten Chemiewaffen besäßen.

Symbolbild - Schwarze Rauchschwaden nach dem ein Pipeline-Abschnitt, der Öl vom al Ramlan Ölfeld zu einer Raffinerie in der Deir al-Zor Provinz transportiert, angegriffen wurde.

Die Koalition hat zu der Zeit und in dem Gebiet keine Luftangriffe geflogen.

Dies teilte der US-Luftwaffenoberst John Dorrian, ein Sprecher der Koalition, der Nachrichtenagentur Reuters per E-Mail mit. Dorrian weiter:

Die Behauptung Syriens ist falsch und wahrscheinlich eine absichtliche Fehlinformation.

Am 4. April kam es aufgrund der bis dato nicht aufgeklärten Freisetzung von Giftgas im syrischen Gouvernment Idlib zu Dutzenden Toten. Laut US-Darstellung handelte es sich dabei um einen Angriff der syrischen Luftwaffe mit dem chemischen Kampfstoff Sarin. Sowohl die syrische als auch die russische Regierung weisen die unbewiesenen Vorwürfe vehement zurück. Jüngste äußerte sich auch der russische Präsident Wladimir Putin. Demnach gäbe es zwei mögliche Versionen die den Vorfall erklären könnten:

Da sind mehrere Versionen möglich. Zwei davon bezeichne ich als Hauptversionen. Die erste ist, dass die syrische Luftwaffe ein geheimes Werk getroffen hat, wo chemische Kampfstoffe produziert werden.

Zum zweiten möglichen Tathergang äußerte sich Putin wie folgt:

Und die zweite Version ist, dass es einfach eine Inszenierung war, das heißt eine Provokation. Das wurde extra dafür gemacht, um großen Sums darum zu machen und Voraussetzungen, einen Vorwand zu schaffen, um noch zusätzlichen Druck auf die legitimen syrischen Behörden zu machen. Und das war’s. Das muss noch überprüft werden. (reuters/rt deutsch)

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