US-Professor beendet Märchen von syrischem Giftgasangriff durch Assad

US-Professor beendet Märchen von syrischem Giftgasangriff durch Assad
Ein syrischer Mann aus Idlib wird von türkischen medizinischen Versorgungsenheiten in ein Krankenhaus in der Grenzregion gebracht; Türkei, Hatay Provinz, 4. April 2017.
Der syrische Giftgasangriff, für welchen Washington die Regierung Assads verantwortlich gemacht hat, sei eine "False-Flag" Operation gewesen. Ein MIT-Professor widerlegte den lückenhaften Bericht der Amerikaner und sorgt sich angesichts der rückhaltlosen Vorverurteilung um die nationale Sicherheit der Amerikaner.

Ein Professor des Massachusetts Institute of Technology (MIT), der schon im Jahr 2013 die Anschuldigungen eines Chemieangriffs in Syrien kritisch hinterfragte, stellt nun das US-Narrativ des Angriffs im syrischen Idlib in Frage. Die Trump-Regierung weist die alleinige Schuld für den Angriff auf die Stadt Khan Shaykhun in der Idlib Provinz der Regierung Assad zu.

Am Dienstag veröffentlichte das Weiße Haus den Kurzbericht der Geheimdienste, in welchem dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vorgeworfen wird, einen Angriff angeordnet und durchgeführt zu haben, in welchem Flugzeuge chemische Substanzen auf Zivilisten abwarfen, die in einer von Rebellen geführten Stadt leben. 

Der MIT-Professor Theodore Postol, erstellte hieraufhin einen 14-seitigen Bericht, den er am Mittwoch RT zur Verfügung stellte. Postol merkte an, dass der Bericht: 

absolut keine Beweise beinhalte, dass der Angriff ein Ergebnis von Munitionen sei, die von einem Flugzeug abgeworfen wurden.

Postol schrieb mit deutlichen Worten: 

Ich denke, es kann ohne Zweifel bewiesen werden, dass das Dokument keinerlei Beweise anführt, dass die US-Regierung konkrete Erkenntnisse hat, die die Regierung Syriens als Ursprung der Chemieangriffe von Khan Shaykhun zeigt.

Er bestätigte, dass es einen chemischen Angriff mit Nervenkampfstoffen gegeben hat, aber die vorliegenden Tatsachen unterstützen keineswegs die Schlussfolgerungen der US-Regierung. 

Ich hatte nur einige wenige Stunden, um den Bericht des Weißen Hauses durchzusehen. Aber ein schneller Blick zeigt auch ohne Analyse, dass dieser Bericht nicht richtig sein kann.

Der US-Verteidigungsminister James Mattis sagte gegenüber Journalisten am Dienstag im Pentagon: 

(Es ist) sehr eindeutig, wer den Angriff vorgenommen hat und wer diesen authorisierte.

Zuvor hatte der Sprecher des Weißen Hauses Sean Spicer mitgeteilt, dass ein "Zweifel an den Beweisen einem Zweifel der gesamten internationalen Gruppe von Berichterstattern gleich käme, die diese dokumentierte." 

Der Bericht des Weißen Hauses weist viele Lücken auf, denn hier wird sich auf offene Quellen und soziale Medien berufen, die aus dem Rebellengebiet stammen. Diese beziehen auch Material der Weißhelme mit ein. Die Weißhelme unterhalten Verbindungen zu Dschihadisten und Regierungen aus den arabischen Golfstaaten.

Die amerikanische Beweisführung konnte Postol daher nicht überzeugen: 

Jeder kompetente Analyst hätte seine Zweifel, ob die Überreste im Krater inszeniert, oder real sind. Kein kompetenter Analyst würde die Tatsache übersehen, dass die vermeintlichen Sarinkanister mit Gewalt von oben zerdrückt wurden, anstatt durch die Einwirkung einer Munition zu explodierten. 

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel mit Rex Tillerson auf dem G7-Außenminister-Treffen.

Die plausibelste Erklärung ist, dass das Sarin durch einen improvisierten Gegenstand verbreitet wurde. Hier könnte eine präparierte 122mm-Raketenhülse gefüllt mit Sarin behilflich gewesen sein, um die Schreckensbilder von Idlib zu verbreiten. 

Postol fühlt sich an die Ereignisse von 2013 erinnert. Damals sagte die Regierung Obamas, dass Assad chemische Waffen gegen Rebellen in Ghouta, nahe Damaskus, eingesetzt hatte. Für Postol zeichnen die "Ergebnisse" der US-Regierung ein fragwürdiges Bild der internationalen Sicherheit. 

Am Dienstag stellte der russische Generalleutnant Sergei Rudskoy die Authentizität der Medienberichte nach den Angriffen infrage. Er sagte, dass die Heranziehung der sozialen Medien für die Rekonstruktion der Angriffe ernsthafte Zweifel, nicht nur innerhalb des russischen Militärs, sondern auch bei den Experten und Organisationen, hervorgerufen hat.

Rudskoy sagte, dass in dem Abkommen von 2013, welches die Abkehr von Chemiewaffen beinhaltet, die syrische Regierung ihre Bestände an 10 Orten, die in ihrem Kontrollgebiet lagen, vernichtete. Dies wurde von der Organisation zur Verhinderung chemischer Waffen (OPCW) bestätigt. Aber die verbliebenen zwei Einrichtungen, lagen im Gebiet unter der Kontrolle der Rebellen. Und es bleibt unklar, was mit den Chemikalien geschah, die dort gelagert wurden. 

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