Internationale Berichterstattungen und Beileidsbekundungen zum Attentat in Sankt Petersburg

Internationale Berichterstattungen und Beileidsbekundungen zum Attentat in Sankt Petersburg
Ein Mann legt Blumen in Gedenken an die Opfer des Anschlags in Sankt Petersburg nieder; Russland, St. Petersburg, 3. April 2017
Auf Terroranschläge folgen Berichte, Kondolenzen, Mitgefühl. Menschen verändern ihre Profilbilder in den sozialen Medien und nehmen Anteil an den schrecklichen Geschehnissen. Der Anschlag im russischen Sankt Petersburg führte aber auch zu "Spekulationen".

Die Opfer des Anschlags in St. Petersburg sind noch nicht gezählt. Von mindestens zehn Todesopfern und 40 Verletzten ist die Rede. Ein Sprengsatz explodierte, der mit Schrapnellen bestückt war, zwischen den U-Bahn-Stationen Sannaya Ploshchad und dem Technologischen Institut. Ein weiterer Sprengsatz, der an der Station "Platz des Aufstands" gefunden wurde, konnte entschärft werden.

Spekulationen hinsichtlich des Hintergrundes reichten von einer Verbindung mit Russlands Engagement im syrischen Bürgerkrieg bis zu einer False-Flag-Aktion.

Die Regierungschefs Malaysias, Indiens waren schnell mit Beileidsbekundungen zur Stelle. Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte sein Mitgefühl und erhielt als Dank teilweise Hasskommentare:

Christian Neef, seines Zeichens Autor für den Spiegel, twitterte:

Im Netz kursierte seit wenigen Wochen ein gewaltverherrlichendes Poster, welches nun Wirklichkeit wurde. Neef sieht in dem Anschlag mehr als den Terrorismus, er wittert hier eine Verschwörung, eine False-Flag-Operation, die von den Protesten in Russland hätte ablenken sollen.

Die ARD-Korrespondentin Golineh Atai sprach von "auffälliger Zurückhaltung", was eine Einstufung durch die russische Regierung angeht. Der Tagesschausprecher unterbricht Golineh Atai und hakt nach:

Sie haben gerade gesagt, man hält sich zurück. Worauf deutet diese Art Anschlag hin?

Golineh Atai erinnert an einen Anschlag im Kaukasus, auf eine Kaserne, wo, so Atai,

die angeblichen sechs Angreifer auch getötet wurden.

Danach war die Berichterstattung von Atai beendet.

Explosion in U-Bahn in Sankt Petersburg - mehrere Verletzte

Die schwedische Zeitung Expressen ließ einen Terrorforscher zu Wort kommen, der analysierend zusammenfasste:

Man muss leider feststellen, dass Russland den Terrorismus bereits in mehreren Jahren erlebt hat.

In Russland wird es eine 3-tägige Trauerzeit geben. Ein FAZ-Artikel zur Nachricht von Sankt Petersburg schließt mit den Worten Sigmar Gabriels ab:

Das zeigt, dass wir überall auf der Welt einen großen Gegner haben. Das sind Terroristen und Menschen, die andere in Angst und Schrecken versetzen wollen.

Eine Antwort auf die Frage, ob das Brandenburger Tor nunmehr auch in den Farben der russischen Nationalflagge erstrahlen wird, gibt es bereits. Nach den Anschlägen von Paris, Brüssel, London, Istanbul und Jerusalem hatte die Stadt das Brandenburger Tor in den jeweiligen Nationalfarben der betroffenen Länder angestrahlt. Diese seien aber Partnerstädte Berlins, Sankt Petersburg gehöre nicht dazu, wie auch Jerusalem nicht. 

Snowden mahnte die Menschen an sich zunächst um die Opfer zu sorgen. 

ForumVostok
MAKS 2017