Russland plant Investition von bis zu 600 Milliarden US-Dollar in Gewinnung arktischen Erdöls

Russland plant Investition von bis zu 600 Milliarden US-Dollar in Gewinnung arktischen Erdöls
Russlands Energieminister Alexander Nowak unterstrich die Entschlossenheit der Russischen Föderation, in der Zukunft der Arktis ein verstärktes Augenmerk im Bereich der Erdölförderung zu widmen. Um wirtschaftlich arbeiten zu können, müsse der Ölpreis an den Weltmärkten aber noch ansteigen.
Russland möchte in den nächsten 20 Jahren bis zu 600 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Förderung von Erdöl und Erdgas am Nordpol investieren. Das teilte der russische Energieminister Alexander Nowak am 29. März mit. China zeige großes Interesse daran.

"Unsere chinesischen Partner haben ihr Interesse an unterschiedlichen Sphären der Zusammenarbeit mit Russland bekundet. Dazu zählen unter anderem der technologische sowie der kulturelle Austausch und vieles andere", sagte Minister Nowak. Er sprach auf dem Forum "Arktis als Territorium zum Dialog" in der russischen Stadt Archangelsk. Zudem sagte er:

Zurzeit überlegen wir zusammen mit den Ländern, die auf dem Arktisforum vertreten sind, welche Projekte interessant sein könnten. Zu diesen Staaten zählen China, Vietnam, Japan und Südkorea.

Nowak fügte hinzu, dass der Nordpol ein riesiges Potenzial auf dem Gebiet der Erdöl- und Erdgasförderung aufweist. Seinen Worten nach produziere Russland jährlich 93 Millionen Tonnen Erdöl in der Arktis und es plane in 20 Jahren den Anteil arktischen Erdöls auf 26 Prozent seiner gesamten Ölförderung zu steigern. Im Jahr 2014 produzierte Russland laut den Angaben der US-amerikanischen Agentur Energy Information Administration in der Oblast Archangelsk ungefähr 309.000 Barrel pro Tag.

Nowak gab weiter bekannt, dass die Ölpreise im Bereich zwischen 70 bis 100 US-Dollar pro Barrel liegen müssen, um die Förderung des Erdöls in der Arktis profitabel zu machen.

Laut der Internationalen Energieagentur liegen 13 Prozent der gesamten unerforschten Erdölreserven der Welt und 30 Prozent der Erdgas-Reserven am Nordpol.

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