Teheran: Russland kann iranische Militärbasen "auf Einzelfallbasis" nutzen

Teheran: Russland kann iranische Militärbasen "auf Einzelfallbasis" nutzen
Strategische Langstrecken-Überschallbomber des Typs Tupolew Tu-22M3
Engeres Zusammenrücken im Anti-Terror-Kampf: Russland darf künftig von zu Fall zu Fall iranische Militärbasen für Luftangriffe gegen Terroristen in Syrien nutzen. Dies sagte der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Sarif gegenüber der Agentur Reuters.

Russland hat keinen Stützpunkt im Iran. Wir haben eine gute Zusammenarbeit, und sollten die Russen beim Kampf gegen Terrorismus auf iranische Einrichtungen angewiesen sein, werden wir darüber von Fall zu Fall entscheiden", sagte Sarif.

Der Sonderbeauftragte der UN, Staffan de Mistura, kommt bei den innensyrischen Friedensgesprächen in Genf an, 25. März 2017.

Russland nutzte bereits im August 2016 den Luftwaffenstützpunkt Hamadan im Iran, um Angriffe gegen Terrormilizen in Syrien durchzuführen. Teheran erteilte Russland damals die Erlaubnis, eine nicht genannte Anzahl von strategischen Langstrecken-Überschallbombern des Typs Tupolew Tu-22M3 und Jagdbomber des Typs Suchoi Su-34 einzusetzen.

Der iranische Verteidigungsminister Hossein Dehghan erklärte in diesem Zusammenhang, dass der russische Einsatz vorübergehend sei, jedoch "so lange wie nötig" andauern würde.

Im Februar dieses Jahres berichteten iranische Medien, dass russische Flugzeuge, die für Anti-Terror-Operation in Syrien eingesetzt werden, noch immer den iranischen Luftraum nutzen.

Iran und Russland kooperieren in Syrien nicht in Einzelfällen, sondern die Koordination ist umfangreich und umfasst verschiedene Aspekte. Dementsprechend steht der iranische Luftraum russischen Kampfjets offen, sollte es ihr Ziel sein, terroristische Ziele in Syrien zu treffen", sagte Ali Shamkhani, Sekretär des Iranischen Obersten Nationalen Sicherheitsrates, gegenüber der Nachrichtenagentur Mehr.

Ende Dezember 2016 unterstützten Russland, die Türkei und der Iran einen landesweiten Waffenstillstand in Syrien. Gespräche, an denen diese drei Länder sowie Vertreter von Damaskus und der syrischen Opposition beteiligt sind, finden seit Januar in Astana statt.