Turbulente Reiseplanung im Weißen Haus: Tillerson nach Moskau, Trump zur NATO

Turbulente Reiseplanung im Weißen Haus: Tillerson nach Moskau, Trump zur NATO
16. April 2012: Russlands Premierminister Wladimir Putin und der damalige Exxon-Chef Rex Tillerson unterhalten sich in Nowo-Ogaryowo in der Nähe von Moskau.
Große Aufregung in den transatlantischen Gremien: Angeblich plant US-Außenminister Tillerson einen Besuch in Moskau, ohne zuvor bei der NATO vorbeizuschauen. Heute reagiert das Weiße Haus: Der US-Präsident persönlich will Ende Mai die NATO-Alliierten treffen.

Außerdem hat Donald Trump ein zusätzliches Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg anberaumt. 

Der Präsident freut sich darauf, mit seinen NATO-Kollegen daran zu arbeiten, dass unser starkes Engagement für die NATO bekräftigt wird. Er will Fragen diskutieren, welche für die Allianz entscheidend sind, vor allem die Verantwortung für die Partnerschaft und die Rolle der NATO bei der Bekämpfung des Terrorismus", hieß es gestern aus dem Weißen Haus.

Drastische Einsparungen im Militäretat der Russischen Föderation. 

© Sputnik/Witali Ankow

Hinter diesen Wort steckt zwar auch die formale Anerkennung des Militärbündnisses. Vor allem verwendet die neue US-Regierung den Begriff Verantwortung jedoch, um von den Alliierten höhere Verteidigungsausgaben zu erwirken. Das russische Finanzministerium hingegen gab vor wenigen Tagen bekannt, dass Russland seine Militärausgaben deutlich senkt. 

Am 25. Mai werden die NATO-Regierungschefs in Brüssel zusammentreffen, um "steigende Rüstungsausgaben und eine faire Lastenteilung" zu besprechen. Die Ankündigung, dass Donald Trump persönlich an dem NATO-Treffen teilnehmen wird, folgt einer Entscheidung von US-Außenminister Rex Tillerson, am Treffen der NATO-Außenminister nicht teilzunehmen. 

Stattdessen kommen Trump und Tillerson Anfang des kommenden Monats in den USA mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammen. Danach will Rex Tillerson im April Russland besuchen.

In Moskau weiß bisher niemand von Tillersons Reiseplänen: Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, wollte sich auch nicht zu einem angeblich geplanten Treffen zwischen dem russischen und dem US-Präsidenten äußern. Er lehnte es ab, Berichte zu kommentieren, wonach US-Außenminister Rex Tillerson nach Russland kommen wolle. Auch dem russischen Außenministerium liegen bisher keine derartigen Meldungen vor.