WikiLeaks und Onkel Sams weltweite CIA-Hackerangriffe: So reagiert die Welt

WikiLeaks und Onkel Sams weltweite CIA-Hackerangriffe: So reagiert die Welt
Laut WikiLeaks agiert eine der weltweit größten CIA-Hackerbasen auf dem Gelände des US-amerikanischen Generalkonsulats in Frankfurt
Am Dienstag hat die Enthüllungsplattform Wikileaks die Welt mit tausenden neuen CIA-Dokumenten erschüttert. Diese belegen, wie umfangreich das Arsenal der US-Regierungs-Hacker ist, die auch von Deutschland aus agieren. RT Deutsch fasst die ersten Reaktionen zusammen.

Es dürfte die bisher größte Enthüllung zu staatlichen Hacks werden. Fürs Erste veröffentlichte Wikileaks mehr als 8.000 geheime CIA-Dokumente. Weitere sollen folgen.

Besonders brisant ist, dass wohl eine geheime CIA-Abhörstation mitten in Deutschland agiert, nämlich auf dem Gelände des US-amerikanischen Generalkonsulats in Frankfurt am Main. Während westliche Medien und Politiker ohne jeglichen Beweis monatelang über angebliche Kreml-Hacks spekulierten, konnten die Hacker der US-Regierung ihre illegalen Aktivitäten jahrelang unbehelligt von deutschem Boden aus führen.

Offizielle Reaktionen stehen noch weitgehend aus. Die CIA antwortete nur – wie immer – wortkarg, man kommentiere nicht die Echtheit von Leaks. Dafür brodelt es unter den Nutzern sozialer Medien.

Auch Whistleblower Edward Snowden, der selbst für die US-Geheimdienste gearbeitet hat, äußerte sich zu den neusten Enthüllungen. Er gehe davon aus, dass die Dokumente authentisch sind. Die neuen Informationen über die Praktiken der CIA-Hacker seien außerordentlich ernst, weil es die ersten Beweise dafür seien, dass die US-Regierung heimlich Software-Firmen dafür bezahle, Zugriffe durch CIA, NSA und Co. zu ermöglichen.

Hinter den Kulissen soll jedoch auch in den US-amerikanischen Geheimdiensten Empörung herrschen – allerdings aus einem anderen Grund. Ein ehemaliger externer Mitarbeiter der Geheimdienste sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Geheimdienstler "vor Wut rasen". Michael Hayden, der lange Jahre NSA- und danach CIA-Chef war, erklärte, dass der Schaden beträchtlich ist.

Die neue Veröffentlichung von WikiLeaks gibt einen fast kompletten Überblick über das geheime Cyber-Arsenal der CIA.

Die deutsche Politik hielt sich bisher noch mit Reaktionen zurück. Lange wird dieser Zustand wohl allerdings nicht anhalten, sollte sich der Verdacht bestätigen, dass das Generalkonsulat in Frankfurt tatsächlich als umfassendes Abhörzentrum Verwendung fand.

Der interventionistische US-Politiker John McCain dagegen ging direkt in die Offensive. Obgleich Wikileaks erklärte, die Dokumente durch einen Geheimdienst-Insider erworben zu haben, deutete McCain an, dass die CIA gehackt worden sein könnte.

Wenn man die CIA hacken kann, kann man jeden hacken", sagte er.

Einige etablierte Journalisten und Medienaktivisten versuchen derweil, einen neuen Narrativ aufzubauen, demzufolge Wikileaks vom Kreml gesteuert wird. Daher seien die Anschuldigungen nicht ernstzunehmen.

Auch Anhänger der Demokratischen Partei und Hillary Clintons beteiligen sich aktiv an diesem Unterfangen.

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