Die Leinwand macht es möglich: Iraner gewinnen Krieg gegen Amerikaner im Persischen Golf

Die Leinwand macht es möglich: Iraner gewinnen Krieg gegen Amerikaner im Persischen Golf
Kriegsübungen der iranischen Marine im Persischen Golf und der Straße von Hormuz, 22. April 2010.
Der persische Golf, Schauplatz von Drohgebärden iranischer, amerikanischer und arabischer Streitkräfte. Der animierte Film “Battle of the Persian Golf II“ macht den Iran zum Sieger gegen die Amerikaner und soll eine Antwort auf amerikanische Kriegspropaganda sein.

Vier Jahre haben die Macher an dem Werk gearbeitet, das die Iraner in dem Look eines Videospiels zum Helden hochstilisiert. Die Veröffentlichung fällt in eine Zeit, in der das friedensstiftende Nuklearabkommen zwischen den USA und dem Iran auf der Kippe steht. Donald Trump will in neuen Reisebeschränkungen die Iraner wieder auf die Liste der Einreiseverbote setzen lassen, die Sicherheitskonferenz von München setzte ein Zeichen, dass der Iran die neue Bedrohung sei und zog sogar eine israelisch-arabische Allianz als Möglichkeit in Betracht, um die Regierung in Teheran zu stürzen.

Ein Dialog aus dem Film, der die Richtung der Geschichte vorgibt. Der General, welcher Quassem Soleimani nachempfunden ist, Leiter der iranischen Al-Quds-Eliteeinheit, sieht sich mit seinem Schiff einer Überzahl von Amerikanern gegenüber. Ein US-Kommandeur fordert ihn auf sich zu ergeben, der General antwortet heldenhaft:

General, ich bin kein Diplomat, ich bin Revolutionär!

Die amerikanischen Schiffe werden daraufhin zerstört, der General wird zum Kriegshelden. Die Erstaufführung fand in dem sehr religiösen Ort Mashhad statt. Der Film ist eine Fortsetzung des Langspielfilmes aus den 80er Jahren, der den realen Iran-Irak Krieg zum Thema hatte. Der Regisseur gab an, dass der Film keine finanzielle Unterstützung von der iranischen Regierung erhielt. Für den Regisseur ist er eine Antwort auf die amerikanische Darstellung der Iraner:

Es ist eine Antwort auf Hunderte von amerikanischen Filmen und Videospielen. Wir haben ein Sprichwort, welches besagt, dass wenn man auch nur eine einzige Kugel gegen den Iran feuert, erhält man als Antwort einen heißen Bleiregen auf seine Streitkräfte.

Iran führt großangelegte Marineübung durch.

Präsident Donald Trump bezeichnete den Iran als den weltweit ersten Terroristen-Staat. Die Geduld der Iraner ist nach Unterzeichnung des Nuklearabkommens aufgebraucht. Versprochene Sanktionsaufhebungen verzögern sich und ein erneutes Inkrafttreten eines Einreiseverbots für die Iraner in die USA dürfte die angeschlagenen Beziehungen der Länder weiter verschlechtern. Für Trump ist das Abkommen das schlechteste Vermächtnis der Ära Obama. Khameini tweetete als Reaktion auf Trump:

Wir sind dankbar für Trump, denn er hat für uns die Aufgabe übernommen, das wahre Gesicht Amerikas zu zeigen.

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