Trumps Justizminister unter Druck: Auch Jeff Sessions soll wegen "Russenkontakten" zurücktreten

Trumps Justizminister unter Druck: Auch Jeff Sessions soll wegen "Russenkontakten" zurücktreten
Der neue Justizminister Jeff Sessions soll wegen angeblicher Kontakte zu Russland zurücktreten, fordert die Demokratische Partei.
Nach Donald Trumps geschassten Sicherheitsberater Michael Flynn will die Demokratische Partei auch den neuen US-Justizminister Jeff Sessions loswerden. Die Vorwürfe sind die gleichen. Auch Sessions werden zu enge Kontakte nach Russland vorgeworfen.

Schon die Vereidigung von Trumps Justizminister Jeff Sessions sorgte für starke Widerstände vonseiten der Demokratischen Partei im Senat. Nur mit erheblicher Zeitverzögerung gelang es den Republikanern, den neuen Mann an der Spitze des Justizministeriums ins Amt einzuführen. Nach wenigen Wochen soll es damit aber auch schon wieder vorbei sein, wenn es nach der Demokratischen Partei geht.

Deren Sprecherin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, fordert den Rücktritt des Ministers und wirft Sessions vor, während seiner Anhörung zur Amtseinführung unter Eid gelogen zu haben. Dabei geht es, wie auch schon im Falle des zurückgetretenen US-Sicherheitsberaters Michael Flynn, um vermeintliche Kontakte nach Russland. "Ich habe keine Kommunikation mit den Russen", erklärte Sessions, woraufhin Pelosi behauptete, zu wissen, dass dies falsch sei.

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Ihre Informationen – sofern diese zutreffen – könnte Pelosi von undichten Stellen innerhalb der Trump-Regierung haben, die ein zunehmendes Problem für den neuen US-Präsidenten darstellen. Immer wieder reichen Insider Interna an die Presse durch.

Im konkreten Fall sollen zwei namentlich nicht genannte Mitarbeiter des US-Justizministeriums der Washington Post erklärt haben, Sessions habe sich im vergangenen Jahr zwei Mal mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, getroffen. Dies widerspricht den Angaben, die Sessions zuvor gemacht hatte.

Doch der Justizminister betont, falsch verstanden worden zu sein. Seine Aussage habe sich auf vermeintliche Kontakte nach Russland im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfes bezogen. In der Tat gehörte es in Sessions früherer Funktion als Mitglied des Verteidigungsausschusses im Senat zu dessen Tagesgeschäft, ausländische Diplomaten zu treffen. Insgesamt 25 Unterhaltungen dieser Art sind dokumentiert.

Die russische Botschaft in Washington erklärte unterdessen, sich zu den Anschuldigungen gegen Sessions nicht zu äußern:

Die Botschaft kommentiert die zahlreichen Kontakte zu lokalen Partnern nicht, die täglich im Wege der Diplomatie stattfinden", so das knappe Statement.

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