Iran: Nie wieder ein Leben unter der Geißel der US-Amerikaner

Iran: Nie wieder ein Leben unter der Geißel der US-Amerikaner
Kampagne des konservativen Lagers vor den Parlamentswahlen, 24. Februar 2016, Teheran.
Mit der Wahl Donald Trumps werden Erinnerungen an die islamische Revolution wach, die das Ende des amerikanischen Kolonialismus im Iran besiegelte. Der Schah war für viele nur eine Marionette Amerikas und der Iran hatte gezeigt, dass eine Abkehr von den USA möglich ist.

Auch in diesem Jahr werden die Iraner wieder am 11. Februar den Feiertag der Revolution zum Gedenken an einen selbstbestimmten Neuanfang begehen. Mit der islamischen Revolution und dem Sturz des Monarchen Schah Reza Palavis erhofften sich die Iraner einen Neuanfang ohne die Einmischung von außen. Der Schah galt als Marionette der Amerikaner. Mit seinem Sturz änderte sich der Einfluss der Amerikaner auf den Mittleren Osten. Auch wenn viele Iraner mit dem von den Ayatollahs geführtem Regime uneins sind, so ziehen sie dies einer Fremdbestimmung vor. Während der islamischen Revolution entlud sich die Wut des Volkes darüber, dass die Reichtümer außer Landes flossen, während das Volk selbst in Armut lebte. 

Der amerikanische Forscher zum Imperialismus Derek R.Ford, gegenüber der iranischen Tasnim Nachrichtenagentur:

Iran war nur wegen eines Grundes in den Fängen des US-Imperialismus: Die Amerikaner suchten die totale Dominanz im Mittleren Osten und als ein unabhängiges souveränes Land steht der Iran im Weg dieses Ziels.

Trumps erklärtes Ziel war es, während seines Wahlkampfes das Nuklearabkommen mit dem Iran rückgängig zu machen. Die ersten Schritte zu einer Aufkündigung von amerikanischer Seite wurden bereits unternommen. Der Iran wurde, nach einem Raketentest, mit weiteren Sanktionen belegt. Die nun geplante Einstufung der iranischen Revolutionsgarde als terroristische Organisation durch die Trump-Regierung hätte weitreichende Folgen für die Stabilität in der Region. 

In der ersten Rede Ayatollah Khameneis nach der Ernennung Trumps sagte dieser, Trump zeige endlich das wahre Gesicht der USA. Aber auch gegenüber dem ehemaligen US-Präsidenten Obama verspürte Khamenei keinerlei Dankbarkeit. Dieser hätte schließlich die Verantwortung für die Gründung der Terrororganisation "ISIS“, die nie endenden Kriege in Syrien und dem Irak und die Einführung von Sanktionen gegen den Iran.  

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Moshe Yaalon vor konfiszierten iranischen M302 Raketen, die aus dem Iran stammen und an Militante in Gaza geliefert werden sollten.

Der Leiter des Instituts für islamische Gegenwartslehren in Toronto Zafar Bangash:

Das amerikanische Regime sorgt sich nicht um seine Menschen. Dies verdeutlichen die 16 Jahre Krieg gegen den sogenannten Terror, der in Wirklichkeit ein Krieg gegen den Islam ist. Dieser Krieg hat weltweit zu der Ermordung von wenigstens vier Millionen Menschen beigetragen.

Bangash führte weiter fort, dass die amerikanische Bevölkerung nun erwache und realisiere, dass, während sie mit Arbeitslosigkeit und Armut kämpfen, sich lediglich die Maschinerie der Militärindustrie an den Kriegen bereichere. 

Die Tasnim Nachrichtenagentur ist eine privat geführte Agentur mit Sitz im Iran und Verbindungen zur iranischen Revolutionsgarde, welche bald auf der Liste der terroristischen Organisationen stehen könnte. 

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