Nach Notruf Chiles: Russland entsendet Feuerwehrleute zur Bekämpfung der beispiellosen Flächenbrände

Nach Notruf Chiles: Russland entsendet Feuerwehrleute zur Bekämpfung der beispiellosen Flächenbrände
Russische Feuerwehrleute in Chile: Hilfe zur Bekämpfung der beispiellosen Flächenbrände
Ein Team des russischen Katastrophenschutzministeriums ist in Chile angekommen, um zu helfen, die Waldbrände zu bekämpfen. Brände eines derartigen Ausmaßes hat es in dem Land zuvor nicht gegeben. Auch Brandstifter sollen am Werk sein.

Die Feuerwehrmannschaft wurde am Montag auf Anfrage der chilenischen Regierung nach Santiago entsandt.

Das Flugzeug des russischen Teams wurde kurz nach der Ankunft mit Wasser gefüllt und kehrte sofort in die Luft zurück, um die Brände zu bekämpfen, berichtete der RT-Korrespondent Roman Kosarew.

Das Flugzeug des Typs Il-76 kam am 30. Januar nach einem transkontinentalen Flug von Moskau aus in Santiago an und verließ fast unmittelbar danach wieder den Flughaufen, um die Flammen zu bekämpfen", teilte das russische Ministerium für Katastrophenschutz gegenüber RIA Novosti mit.

Das erste Ziel für die russischen Feuerwehrleute war ein Waldgebiet um die Stadt Portezuelo. Die Situation ist entscheidend, denn die Waldbrände, die um die Stadt wüten, gefährden mehrere Tausende von Menschenleben.

Das Il-76-Flugzeug befindet sich derzeit auf einer Mission in der Umgebung der Stadt. Das vorrangige Ziel ist es, diese vor den Flammen zu schützen und vor einem Übergreifen der Brände zu bewahren", hieß es in der Mitteilung des Ministeriums weiter.

Lauffeuer kommen in Chiles heißen Sommern ziemlich regelmäßig vor. In diesem Sommer sind die Brände aufgrund extrem hoher Temperaturen und einer längeren Dürre besonders heftig.

Wir haben noch nie etwas von solch einem Ausmaß gesehen, noch nie in der Geschichte Chiles", zitiert Reuters die Präsidentin des Landes Michelle Bachelet.

Mindestens elf Menschen kamen bislang im Zusammenhang mit der Katastrophe ums Leben. Darunter waren fünf Feuerwehrleute. Mehrere tausend Menschen sind obdachlos geworden.

Die Behörden des Landes vermuten auch, dass die extreme Geschwindigkeit, mit der sich die Flächenbrände ausbreiteten, möglicherweise auf Brandstifter zurückzuführen ist. Bachelet zufolge wurden etwa 40 Personen bislang festgenommen, weil sie im Verdacht stehen, Mitverantwortung für die Feuerkatastrophe zu tragen.

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