Philippinischer Präsident findet neues Opfer: "Katholische Kirche ist korrupt und voller Scheiße"

Philippinischer Präsident findet neues Opfer: "Katholische Kirche ist korrupt und voller Scheiße"
Die Katholische Kirche kritisierte sein radikales Vorgehen im Kampf gegen die Drogenmafia. Anlässlich einer Veranstaltung zum Gedenken an getötete Einsatzkräfte reagierte der philippinische Präsident Rodrigo Duterte darauf mit einem Rundumschlag.
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat seinem Zorn auf die Katholische Kirche freien Lauf gelassen - einmal mehr in deftigen Worten. Diesmal bezeichnete er die Institution als korrupt, "voller Scheiße" und als Hort des sexuellen Missbrauchs.

Duterte warf der Kirche, ihren Bischöfen und Priestern am Dienstag vor, korrupt sowie "hinter Frauen her" zu sein. Weiter gab er an, als Student der Universität Ateneo de Davao von einem Priester missbraucht worden zu sein. Drei Kabinettssekretäre seien ebenfalls belästigt worden.

Duterte sprach zu den Familien der Sondereinsatzkräfte, die im Jahr 2015 in Mamasapano beim Einsatz gegen radikal-islamische Terroristen starben. Dabei empfahl der Präsident der Menge, das Buch "Altar of Secrets" von Aries Rufo zu lesen, um die Wahrheit über Kirchenbeamte zu erfahren. Er kündigte gar seinen Rücktritt an, sollten sich seine Behauptungen als unwahr herausstellen und fügte hinzu, er würde möglicherweise ein eigenes Buch über die Kirche mit dem Titel "Hypocrisy" verfassen.

Ich fordere die Katholische Kirche heraus", sagte er. "Ihr seid voller Scheiße. Ihr stinkt alle, seid korrupt und so weiter."

Er beschuldigte die Kirche der Korruption und verurteilte sie dafür, dass sie von der Regierung beliebte Allradfahrzeuge der Marke Mitsubishi Pajero als Dienstwagen forderten. Der Begriff "pajero" hat im Spanischen auch eine anzügliche Bedeutung. "Solltet ihr euch nicht schämen?", habe er sie gefragt und weiter erklärte: "Das ist so teuer - und so viele Menschen haben nichts zu essen". Am Ende habe die Geistlichkeit eingelenkt:

Hurensohn, die Idioten haben es akzeptiert", fügte er hinzu.

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Er machte jedoch nicht nur seinem Ärger Luft, Duterte wies auch darauf hin, dass er und die Kirche etwas gemeinsam haben, nämlich das "Womanizing" (hinter Frauen her sein). Er unterrichtete das Publikum darüber, dass Bischof Teodoro Bacani zwei Frauen habe, genauso wie er.

Während seiner Rede nahm sich der Präsident auch die Zeit, seinen harten Krieg gegen die Drogen zu verteidigen, der von Verdächtigungen bezüglich Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren überschattet wurde.

Unter denen, die den populistischen Präsidenten für seine Haltung kritisiert haben, sind auch Vertreter der Kirche. Bischof Broderick Pabillo etwa forderte erst vor kurzem die Kirche dazu auf, sich gegen die Morde an mutmaßlichen Dealern unter Duterte auszusprechen, denen bereits mehr als 6000 Personen zum Opfer gefallen sein sollen.

Er erinnerte das Publikum auch daran, dass er die Wahl gewonnen hat, obwohl die Kirche vor ihm gewarnt hatte.