Facebook und Dataminr: Neue Cyber-Sticheleien gegen RT

Facebook und Dataminr: Neue Cyber-Sticheleien gegen RT
Das Social-Media-Team von RT wurde in der Nacht mit einer unangenehmen Meldung überrascht.
Das soziale Netzwerk Facebook und die Webseite Dataminr haben RT den Zugang zu mehreren Features verwehrt. Facebook verweigert dem Fernsehsender Postings auf dessen englischsprachiger Webseite. Dataminr hat RT den Zugang zu seinen Diensten gänzlich blockiert.

Facebook verweigert dem Fernsehsender das Veröffentlichen von Links mit Materialien, Bildern und Videos auf seiner englischsprachigen Webseite. Die Blockade soll bis zum 21. Januar 22:25 Uhr Moskauer Zeit anhalten. Dies berichtet der Leiter der Social-Media-Abteilung von RT, Ivor Crotty, auf Twitter. Facebook leitete die Maßnahme während der Live-Übertragung der letzten Pressekonferenz von Barack Obama ein. Dadurch bewirkte das Netzwerk einen Abbruch der Wiedergabe.

Die Betreiber des Social-Media-Netzwerks behaupteten, RT habe Eigentumsrechte verletzt. Dies war jedoch nicht der Fall. Der Bot-Benachrichtigung nach hat der TV-Sender "Nastojashjee Wremja" die Beschwerde bezüglich des angeblichen Rechtsverstoßes eingereicht, ein TV-Projekt des Rundfunkveranstalters RFE/RL, der vom Außenministerium der USA finanziert wird. Bis jetzt hat Facebook keine Gründe für diese schwerwiegende Sanktion genannt, welche die Arbeit von RT empfindlich behindert.

Facebook blockiert RT-Multimedia-Beiträge bis Trumps Vereidung

Dataminr, ein Service, der Daten im Bereich Social-Media-Analytik bietet, hat RT wiederum den Zugang zu seinem News-Discovery-Tool für Twitter mit sofortiger Wirkung gesperrt. Das US-amerikanische digitale Start-up hat noch keine offizielle Erklärung für seine Entscheidung gegeben. Während eines Telefonats wiesen Vertreter der Plattform auf eine "Überprüfung der Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden" hin.

In einer E-Mail schrieb die juristische Abteilung von Dataminr an RT, dass der Dienstleister am 31. Dezember beschlossen habe, die Nutzungserlaubnis nicht zu verlängern. In das Unternehmen hat auch In-Q-Tel, das Venture-Capital-Unternehmen der CIA, investiert, wie die Enthüllungsplattform The Intercept bereits aufgedeckt hat.

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