Mit Video: Anti-Trump-Demonstrant zündet sich in Washington an

Mit Video: Anti-Trump-Demonstrant zündet sich in Washington an
Seit dem Wahlsieg von Donald Trump kommt es vor seinen Hotels immer wieder zu Demonstrationen.
Ein Demonstrant hat sich am Dienstagabend vor dem Trump International Hotel in Washington angezündet. Er wollte damit gegen den zukünftigen Präsidenten Donald Trump protestieren. Der Mann wurde mit mittelschweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht.

Der 45-jährige Mann aus Kalifornien begründete seine Tat damit, dass die USA einen Mann zum Präsidenten gewählt hätten, der ein "Diktator" sei und die US-amerikanische Verfassung nicht respektiere. Offenbar verdankt der Mann sein Leben den Angestellten des Trump International Hotels, die geistesgegenwärtig die Feuerwehr alarmierten.

Augenzeugen berichten, dass der Mann, während er in Flammen stand, mehrfach den Namen des designierten US-Präsidenten Donald Trump geschrien haben soll. Nachdem die Flammen gelöscht waren, sprach der Mann noch mit Reportern, die mittlerweile vor Ort eingetroffen waren. Der Mann hat den Ärzten im Krankenhaus zufolge ernste, aber nicht lebensgefährliche Verbrennungen. Der Journalist Shomari Stone veröffentlichte auf Twitter ein Video des Vorfalls:

Selbstverbrennungen waren schon immer eine Form des politischen Protests. In Erinnerung blieb vor allem die Selbstverbrennung eines buddhistischen Mönchs 1963 in Südvietnam, der mit seiner Aktion gegen die Politik des damaligen südvietnamesischen Präsidenten Ngo Dinh Diem protestieren wollte.

Ob der junge Mann im Hintergrund wohl für Donald Trump auftreten mag?

Im Dezember 2010 verbrannte sich ein tunesischer Straßenverkäufer, nachdem eine Polizistin zum wiederholten Male seine Waren konfisziert hatte. Der Vorfall gilt aus Auslöser für den sogenannten "Arabischen Frühling".

Die Amtseinführung von Donald Trump an diesem Freitag gilt als ein Magnet für Demonstranten. Über 50 demokratische Abgeordnete haben angekündigt, der Zeremonie fernzubleiben. Für den Tag nach der Vereidigung ist eine Frauendemonstration geplant. Viele Musiker und Künstler haben sich geweigert, für Donald Trump aufzutreten.