Italienischer Minister bestätigt: Mutmaßlicher LKW-Attentäter von Berlin in Mailand erschossen

Italienischer Minister bestätigt: Mutmaßlicher LKW-Attentäter von Berlin in Mailand erschossen
Der italienische Innenminister Marco Minniti hat den Tod des mutmaßlichen LKW-Attentäters Anis Amri bestätigt.
Anis Amri, der den LKW-Anschlag in Berlin verübt haben soll, ist nach einer Schießerei mit Sicherheitskräften in Italien gestorben. Dies bestätigte der italienische Innenminister Marco Minniti. Die Identifizierung sei anhand seiner Fingerabdrücke erfolgt. Nach Polizeiangaben reiste er über Frankreich nach Italien ein.

Reuters zufolge haben italienische Sicherheitskräfte den mutmaßlichen Attentäter von Berlin, Anis Amri, während einer Schießerei getötet. Reuters beruft sich auf Sicherheitskreise. Italienischen Medien zufolge soll er zum Zeitpunkt der Schießerei keine Ausweisdokumente bei sich gehabt haben. 

Das italienischen Magazin "Panorama" berichtete, dass sich die Schießerei in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 3 Uhr ereignete. Eine italienische Polizeipatrouille habe eine Ausweiskontrolle durchführen wollen. Er habe daraufhin seine Waffe gezogen und auf die Polizisten geschossen. Dabei habe er "Allahu akbar" (Gott ist am größten) gerufen. Die Polizei habe umgehend das Feuer erwidert und den Angreifer getötet. Bei dem Schusswechsel wurde mindestens ein italienischer Polizist verletzt.

Die Polizei habe Amri auf einem Parkplatz in der Nähe eines Einkaufszentrums entdeckt.

Der italienische Innenminister Marco Minniti bestätigte auf einer Pressekonferenz den Tod des Berlin-Attentäters. Es gebe "keine Zweifel", dass es sich um den Gesuchten handelt. Die Fingerabdrücke des Toten würden mit denen von Amri übereinstimmen.

Zudem teilte Minniti mit, dass sich Amri in Turin aufhielt, bevor er nach Mailand kam. Dies würden Videoaufnahmen zeigen.

Inzwischen haben sich die deutschen Behörden eingeschaltet. Die Generalbundesanwaltschaft wolle prüfen, ob es sich bei dem Toten tatsächlich um Amri handelt. "Wir stehen im Informationsaustausch mit den italienischen Behörden", sagte ein Sprecher. Der Sprecher des Bundesinnenministeriums Tobias Plate erklärte auf der Bundespressekonferenz, dass die Regierung den Tod von Anis Amri noch nicht bestätigen kann, obwohl es hierfür starke Hinweise gibt.

Die italienische Zeitung "Corriere della Sera" berichtete, dass die Waffe des Getöteten auch genutzt wurde, um den polnischen LKW-Fahrer in Berlin zu töten.

Kurz zuvor hatte die dänische Polizei getwittert, dass Amri in der dänischen Stadt Aalborg gesehen wurde.

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