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Unbegleitete Kinder und Jugendliche irren durch brennendes Lager in Calais

Unbegleitete Kinder und Jugendliche irren durch brennendes Lager in Calais
Eine französische Fahne weht im brennenden Lager von Calais. Frankreich, 26. Oktober 2016.
Die französische Regierung wollte mit der Räumung des Flüchtlingslagers Calais einen Schlusspunkt unter die leidige Angelegenheit setzen. Doch das Lager ist bisher nicht geräumt. Kinder und Jugendliche irren orientierungslos umher.

Unsere Mission ist erfüllt", erklärte heute Fabienne Buccio, die Präfektin des Département Pas-de-Calais, zur Räumung des Flüchtlingslagers nahe dem Ärmelkanal. "Das Lager ist leer."

Tatsächlich kann davon jedoch keine Rede sein. Über 300 minderjährige Flüchtlinge irren nach wie vor durch das fast komplett zerstörte Lager. Es brennt. Die Bereitschaftspolizei hat den Bereich abgeriegelt. Die zur vorläufigen Unterbringung der betroffenen Schutzsuchenden bereitgestellten Container sind überfüllt. Die Kinder fragen sich, wo sie heute Nacht schlafen sollen. Freiwillige Helfer versuchen derzeit verzweifelt, Lösungen zu finden.

Die Situation der unbegleiteten Minderjährigen hat sich durch die Räumung deutlich verschlechtert. Ihre bisherigen Unterkünfte sind den Flammen zum Opfer gefallen. Währenddessen gehen die Räumungsarbeiten vonseiten der Polizei weiter.  

Die Kinder und Jugendlichen sind die einzigen Flüchtlinge, die vorerst im Camp bleiben dürfen. Die französische Regierung strebt eine bilaterale Lösung mit Großbritannien an, um die Minderjährigen mit ihren Familien auf der anderen Seite des Ärmelkanals zu vereinigen.

Die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern laufen derzeit noch. Bis dato sind entsprechend auch nur wenige Kinder nach Großbritannien gebracht worden.

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